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TSV gibt Sieg aus der Hand

Glinde. Die Punkte 15 und 16 waren zum Greifen nah, doch die Handballer des TSV Bremervörde packten nicht zu. Der Regionalligist verlor das Kellerduell bei der SG Eintracht Glinde mit 35:36. Die Grün-Roten verspielten in den letzten Minuten eine Drei-Tore-Führung und bleiben damit Tabellenvierzehnter.

Mit einem Sieg beim Schlusslicht hätten sich die Bremervörder auf Platz 13 verbessern und mit dem Zwölften Wolfen gleichziehen können. Doch aus dem zweiten Auswärtssieg der Saison, knapp fünf Monate nach dem Erfolg in Beckdorf, wurde wieder nichts. Die Gäste waren beim Schlusslicht zwar 55 Minuten lang das bessere Team, standen am Ende aber als Verlierer da, weil in der entscheidenden Phase individuelle Fehler den Gastgebern in die Hände spielten und eine Portion Pech hinzu kam.

Die Voraussetzungen für den TSV waren nicht ideal. Die Bremervörder trafen erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn in Glinde ein – und das ohne den grippekranken Spielmacher Dennis Marinkovic. So waren die „Meisterschüler“ Ghenadi Golovici und Jens Westphal, die nach Schulschluss mit dem Pkw anreisten, schon vor dem (kleinen) Rest der Mannschaft in Sachsen-Anhalt.

Die Gäste waren trotz der Hektik aber von Beginn an hellwach und konzentriert bei der Sache. Nach 0:1- und 1:2-Rückstand bestimmten die Grün-Roten die Partie der Kellerkinder und kamen über 12:9 zu einer 17:11- Führung. Bis dahin hatten vor allem Tobias Birk, der insgesamt elf Tore erzielte und eine starke Leistung zeigte, sowie der selbstbewusst agierende Chris Bode die Akzente gesetzt.

Doch danach geriet das Angriffsspiel ins Stocken. Die SG Glinde verkürzte vor nicht einmal 100 Zuschauern auf 17:13. Teamchef Thomas Gloth nahm eine Auszeit. Der TSV kam aber vor der Pause nicht wieder auf Touren und kassierte stattdessen die Gegentreffer zum 17:16-Halbzeitstand.

Nach der Wechsel lief‘s für den Tabellendrittletzten wieder besser. „Wir haben dominiert“, sagte Trainer Bernd Wassermann und lobte sein Team vor allem für eine gute Offensivleistung. Der TSV führte mit 21:17, 32:30 und 35:32. Drei Minuten waren da noch zu spielen. Dann aber kam‘s ganz dicke für die Gäste. Statt nach Ballgewinn den 36. Treffer zu erzielen, gab‘s einen technischen Fehler, das 35:33 für Glinde und eine Zeitstrafe gegen Ghenadi Golovici. In Unterzahl unterliefen den Gästen zwei weitere Patzer. Glinde erzielte den 35:35-Ausgleich.

30 Sekunden vor dem Ende traf Salkic zum vermeintlichen 36:35. Doch statt Tor gab es eine Offensivfoul-Entscheidung. Glinde nutzte den Gegenangriff zum 36:35-Siegtreffer. (bz/mib)

Artikel vom 10.03.10 - 06:00 Uhr
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