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Wärme soll drinnen bleiben

Gnarrenburg. Einfach verglaste, undichte Fenster, schlechte Lüftungsmöglichkeiten, dazu eine unzureichende Dämmung: An manchen Schulen in der Gemeinde Gnarrenburg wird im Winter kräftig die Umwelt geheizt. Doch dies soll sich ändern. Mit Hilfe von Förderprogrammen will die Gemeinde in nächster Zeit erheblich in die energetische Sanierung investieren. Konkrete Pläne wurden jetzt im Hoch- und Tiefbauausschuss vorgestellt.

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Das Dach an der Schule Karlshöfen ist an vielen Stellen undicht. Es soll in drei Trakten erneuert werden.

Als die Schulen vor Jahrzehnten gebaut wurden, war Energiesparen kein großes Thema. Doch die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen die Energiepreise. Inzwischen wird zunehmend darauf geachtet, Energie möglichst effizient zu nutzen – um langfristig Kosten zu sparen, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes. Drei Architekten machten jetzt im Fachausschuss deutlich, wo Energie sinnlos in die Umwelt entweicht. In einem Bereich in der Haupt- und Realschule etwa befinden sich Heizkörper unmittelbar hinter einfach verglasten Scheiben. Bei solchen Bildern reibt sich allenfalls der Erdgaslieferant die Hände.

In dem Gebäude am Gnarrenburger Kreisel will die Gemeinde denn auch unbedingt aktiv werden. 46 000 Euro stehen dafür aus dem Konjunkturpaket zur Verfügung. Für eine umfassende Sanierung der Fenster wäre etwa doppelt soviel erforderlich, machte Architekt Manfred Schnaars deutlich. Doch auch mit den vorhandenen Mitteln lasse sich eine Menge verbessern. Er hat ein Konzept ausgearbeitet, wie damit möglichst viel Energie eingespart werden kann. Gleichzeitig werde der Brandschutz verbessert und zum Teil Sicherheitsglas verwendet, bemerkte er.

Eine weitere Baustelle ist die Grundschule Karlshöfen. Wie undicht und schlecht isoliert das Dach dort an vielen Stellen ist, veranschaulichte Architekt Norbert Dubbels. Lediglich auf dem alten Hauptgebäude gibt es keine undichten Stellen. Über dem Klassen-, Pausen- und WC-Trakt soll das Dach nun erneuert und isoliert werden. 72 300 Euro sind dafür veranschlagt – die Entsorgung asbesthaltiger Dachelemente inklusive. Auch dieses Vorhaben läuft über das Konjunkturprogramm. Das heißt, dass Gnarrenburg lediglich zehn Prozent aus eigener Kasse beisteuern muss.

Zwei weitere Maßnahmen werden über den Investitionspakt finanziert, bei dem Bund und Land jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen. Zum einen betrifft dies die Erneuerung der Fenster und Türen an der Außenstelle der Haupt- und Realschule. Hier sind bereits im Vorjahr die ersten Arbeiten gelaufen. Dieses und nächstes Jahr sollen die Elemente komplett ausgetauscht werden. Darüber hinaus möchte die Gemeinde auch die Fassade erneuern, was nicht nur die Energieeffizienz erhöhe, sondern nebenbei für eine ansprechendere Ansicht sorge. Laut Architekt Thorsten Stelling muss aber erst geprüft werden, ob auch das gefördert wird. 416 000 Euro sind für die Sanierung an der Außenstelle in diesem Jahr eingeplant.

184 000 Euro sind es für Fenster- und Türensanierung an der Grundschule Brillit, dem zweiten Projekt im Rahmen des Investitionspakts. Unter dem Strich will die Gemeinde in diesem Jahr also erheblich investieren. Angesichts der hohen Zuschüsse und der zu erwartenden Einsparungen bei den Energiekosten sollte diese Chance aber unbedingt genutzt werden, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Die Maßnahmen sollen nun ausgeschrieben werden. (oer)


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An der Außenstelle der Haupt- und Realschule besteht erheblicher Sanierungsbedarf . Fotos: as
Artikel vom 10.03.10 - 06:00 Uhr
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