Das „Friedensforum Bremervörde – gegen Krieg und dessen Ursachen“ kündigt für Donnerstag einen Fußmarsch von Seedorf zur Fallschirmjägerkaserne an. Motto „Bundeswehr raus aus Afghanistan“.
Im Friedensforum Bremervörde haben sich nach Angaben der Initiative „Engagierte aus Bremervörde und Umgebung zusammengetan, um deutlich zu machen, dass sie wie viele andere Bundesbürger diesen Einsatz ablehnen: Der Krieg in Afghanistan hätte nicht begonnen werden dürfen“, betont das Friedensforum in einer Mitteilung.
Die Beteiligten lehnen es ab, „dass für wirtschaftliche Interessen von Konzernen und für Geostrategie Menschenleben in Afghanistan geopfert werden“. Der Konflikt habe bereits Tausende Menschen das Leben gekostet, darunter viele Zivilisten.
„Der jetzt beginnende Einsatz wird von Kasernenkommandant Hoppe als gefährlicher als die bisherigen bezeichnet. Das bedeutet, dass er voraussichtlich mehr Opfer kosten wird, vor allem auf afghanischer Seite, aber auch bei den Seedorfer Soldaten“, vermutet das Friedensforum. Gleichzeitig stehe dieser Einsatz in krassem Gegensatz zur Intention von Grundgesetz und Völkerrecht.
Deshalb fordert das Friedensforum jeden Soldaten auf, „jetzt Mut zu zeigen und sein Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen wahrzunehmen“.
Mit einem öffentlichen Aufruf zur Kriegsdienstverweigerung vor der Einfahrt zur Seedorfer Fallschirmjägerkaserne möchte das Friedensforum dieser Aufforderung Nachdruck verleihen.
„Wir unterstützen jeden Soldaten, der zu diesem Schritt bereit ist, und vermitteln gerne den Kontakt zu Beratungsstellen und Unterstützungsfonds“, so Hermann König vom Friedensforum Bremervörde.
Die Demonstration beginnt um 13 Uhr am südlichen Ortsausgang von Seedorf in Höhe des Möbelmarktes. Von dort geht es zu Fuß zur Fallschirmjägerkaserne.
Vor der Kaserneneinfahrt soll eine Kundgebung bis zum Ende des Appells und zum Feierabend der Soldaten stattfinden. „Voraussichtlich gegen 16.30 Uhr wird dann der Rückweg angetreten. Bis 16.30 Uhr können sich jederzeit Interessierte anschließen und Informationsmaterial an die Soldaten verteilen“, so die Initiative. (lh)
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