Jetzt erst einmal umschauen. Im Schrank gegenüber steht der kleine brave rote Porsche, den man ab und zu noch einmal als Oldtimer fahren sieht. Es gibt eine lange Reihe von Deutz-Treckern, Ford darf natürlich auch nicht fehlen, es gibt Oldtimer, neue, aktuelle Modelle, es gibt jede Menge Gerätschaften dazu, sogar Mähdrescher in dieser Größe stehen in den Schränken. Da geht dem Traktor-Fan das Herz auf.
Wie viele Stücke das wohl sind? „Alle zusammen etwa 1100“, sagt Jacco van den Broek, der extra alles blitzblank geputzt hat, nicht ohne Stolz. Wann hat er denn das erste Stück gekauft? „1995“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Und die Geschichte, wie er zu dieser Traktorliebe gekommen ist, ist bemerkenswert.
„Damals hat ein Junge in unserer Straße gewohnt, der wusste, dass ich Modelleisenbahnen hatte und das Kleinzeug, um sie zu reparieren. Irgendwann kam er dann mal mit seinem Spielzeug-Güllefass. Und so ist das zum Laufen gekommen.“
Er hat dem Jungen also sein Güllefass repariert. Dann kam er auch mit seinen anderen Spielzeugen. „Und irgendwann hat er mich gefragt, ob ich mit ihm zur LCN-Börse nach Dronten, heute in Zwolle, fahren würde. Er war noch nicht volljährig, wir mussten seine Eltern fragen – und da ging eine Welt für mich auf. Dann hab' ich meine Eisenbahn verkauft.“
Jacco van den Broek hat dann bald Kontakte geknüpft zur Firma Siku in Lüdenscheid, einem der größten Modellhersteller damals. „Dann kam ein Franzose dazu, der den Markt überladen hat für nicht allzu viel Geld. Mit Siku-Modellen kann ein Kind spielen, bei vielen anderen bricht alles gleich ab.“
Welches Stück ist ihm das liebste? „Ich habe gewusst, dass diese Frage kommt“, sagt er und lacht. Und überlegt. „Das ist wohl der größte Schlepper der Welt aus den USA, der Big Bull 16 V-747 mit 16-Zylinder-Motor und wohl fast so groß wie ein Jumbo-Jet, die 747. Als das Modell auf den Markt kam, habe ich gesagt: Den muss ich haben. Ja, ansonsten sind alle meine Lieblinge – und ich hätte noch viel mehr Lieblinge haben können, aber man hat schon ein bisschen Platzmangel.“
Deshalb ist der Niederländer derzeit auch in Kontakt mit weiteren Sammlern in der Region. Man wünscht sich einen Ausstellungsraum, in dem die Schätze, möglichst dauerhaft, gemeinsam präsentiert werden können. „Es macht doch keinen Sinn, alles in Kisten stehen zu lassen.“ Wer den schönen Schätzen einen Platz bieten kann, an dem sie vielen Betrachtern Freude bereiten, möge sich gerne bei der Berichterstatterin ( 04285/95133) oder der Zevener Zeitung melden. (rsk)
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