Drei Teams hoffen auf den ersten Sieg
Zeven. Drei Mannschaften in der Fußball-Kreisliga warten vor dem anstehenden fünften Spieltag immer noch auf ihren ersten Saisonsieg. Mit Oldendorf (gegen Westerholz) und Anderlingen (gegen Gnarrenburg) haben zwei davon am Sonntag Heimrecht. Der TuS Zeven muss hingegen in Sottrum antreten. Vor einer schweren Aufgabe steht heute Abend der SV Hamersen: Er muss zum Spitzenreiter Bremervörde. Von Gerda Holsten

Während der SV Ippensen (links Mario Heins) am Sonntag den TV Stemmen empfängt, genießt der FC Ostereistedt/Rhade (rechts Stephan Enghard) ein spielfreies Wochenende. Foto: mk
Bremervörder SC – Hamersen
Das Auswärtsspiel beim Tabellenführer im Bremervörder Schützenhofstadion wird bereits am heutigen Freitagabend um 20 Uhr angepfiffen. Kurioserweise spielen alle drei Hamerser Mannschaften heute Abend, sodass sich für Peter Ludwigs Kreisliga-Team arge personelle Probleme auftun. „In Bremervörde werden die Trauben für uns ganz schön hoch hängen“, so der SV-Coach, der mit der Vorstellung seiner Mannschaft in Zeven überhaupt nicht zufrieden war. Die ersten 60 Minuten nannte er schlicht „Murks“ und mit seiner Roten Karte bestrafte Oliver Wichern nicht nur sich selbst.
SV Ippensen – TV Stemmen
Ippensens Trainer Christian Schwenzfeier hat seinen nächsten Gegner vom TV Stemmen in Anderlingen beobachtet. Dabei hat er gute Einzelakteure gesehen, die schnell nach vorn spielen können. Die Ippenser haben nach ihren beiden Auftakterfolgen gegen Tarmstedt und Scheeßel zweimal knapp mit 0:1 verloren. „Wenn wir nicht unten reinrutschen wollen, müssen wir jetzt zuhause gewinnen“, so der Coach. Das soll aus einer gesicherten Abwehr heraus möglich gemacht werden. Wachsamkeit von der ersten Minute an ist dabei angesagt, wie das Beispiel aus Ostereistedt gezeigt hat, wo der einzige Treffer in der zweiten Spielminute fiel.
TuS Tarmstedt – RW Scheeßel
TuS-Trainer Stefan Blasy appelliert an seine Spieler, doch schon mal in der ersten Halbzeit etwas wacher zu Werke zu gehen, nicht so wie in Oldendorf oder zuletzt auf heimischem Geläuf gegen Bremervörde. Dann wäre ein Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Scheeßel durchaus möglich. Die Beeke-Kicker haben erst zwei Spiele absolviert und in den vergangenen zwei Wochen gar nicht ins Kreisliga-Geschehen eingreifen können. In Tarmstedt gibt es ein paar personelle Probleme, urlaubs- und verletzungsbedingt müssen einige Umstellungen vorgenommen werden. Der TuS-Kader ist jedoch groß genug, sodass der Trainer die Ausfälle gut kompensieren kann.
Oldendorf – TuS Westerholz
In der vergangenen Saison gab es für die Oldendorfer gegen den damaligen Mitaufsteiger aus Westerholz im Punktspielbetrieb nichts zu gewinnen. Die Viktorianer haben aktuell erst zwei Spiele absolviert, beide verloren, und wenn es am Sonntag mit einem „Dreier“ nicht klappt, dann muss Trainer Eckart Hartwig von einem klassischen Fehlstart sprechen. Doch soweit soll es gar nicht erst kommen, der Knoten muss im dritten Heimspiel in Folge einfach platzen. „Es sind nur kleine Rädchen, an denen wir drehen müssen“, so der Coach der jungen Oldendorfer Truppe.
TV Sottrum – TuS Zeven
Was sich die Zevener zuletzt beim 1:1 gegen Hamersen für Chancen erarbeitet haben, hätte gut und gern für zwei Spiele gereicht. „Mir tun die Jungs fast ein bisschen leid, sie spielen gut“, so TuS-Trainer Peter Leschniok ob der vergebenen Chancen. Positiv war die stabile Abwehr, die kaum etwas zugelassen hat. Der TV Sottrum scheint schwer einzuschätzen, verlor zum Saisonauftakt zuhause gegen Ostereistedt/Rhade und bezwang dann auswärts den TV Stemmen mit 7:0. Leschniok fährt zuversichtlich in den Südkreis, da kennt er sich aus beruflichen Gründen gut aus. „Wir werden uns unsere Punkte schon noch holen“, verkündet er zuversichtlich.
Anderlingen – Gnarrenburg
Das Remis am Mittwochabend in Sandbostel (2:2) wurde auf Anderlinger Seite als Erfolg betrachtet. „Die Mannschaft hat nach dem frühen 0:2-Rückstand in der zweiten Halbzeit hervorragend gekämpft“, so SVA-Betreuer Hans-Hinrich Schäfer. „Es könnte gut sein, dass wir am Sonntag mit derselben Elf auflaufen werden.“ Fünf Saisonspiele – zwei Unentschieden, noch kein Sieg: Ein Erfolg gegen Gnarrenburg erscheint schon fast Pflicht. „Nach den zuletzt gezeigten Leistungen sollte eigentlich am Sonntag der erste Dreier her“, so Schäfer.
Anderlingen tritt mit neuem Selbstvertrauen auf – Gnarrenburgs Trainer Matthias Weiß muss dagegen am Sonntag gleich auf fünf Spieler verzichten. So fehlen Marvin Dreyer, Benjamin Eckhoff, Tobias Müller, Stefan Bargmann und André Ropers. „Unter diesen Voraussetzungen wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden“, so Weiß. „Wir werden versuchen, defensiv gut zu stehen und auf Konter setzen.“ Angesichts dieser Personalnot wird der eine oder andere Akteur der Altherrenmannschaft den Kader verstärken. „Welche Spieler aber für uns auflaufen werden, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen“, so Weiß.
TuS Bothel – SV Sandbostel
Einige unnötige Punktverluste musste Sandbostel in dieser Saison schon hinnehmen. „Vier Punkte aus fünf Spielen. Das ist eindeutig zu wenig“, so SV-Coach Reinhold Buck, der am Mittwoch ein enttäuschendes 2:2 gegen den Nachbarn aus Anderlingen miterleben musste. „Und auch in Bothel wird es alles andere als einfach“, so Buck. Was dem Sandbosteler Trainer zumindest etwas Hoffnung macht: Am Sonntag können wieder die zuletzt fehlenden Henning Witten und Christoph Brinkmann eingesetzt werden.