Der Sonntag bot dabei noch einmal ein Spiegelbild der ganzen Saison: Selsingen war in diesem Jahr einfach zu gut, um in den Abstiegskampf zu geraten, aber eben auch nicht gut genug, um weiter vorne mitzuspielen. Gegen das zumindest noch rechnerisch abstiegsbedrohte Werks-Quintett von Bayer 04 zeigten die Selsingerinnen eine ansprechende Leistung, gewannen den ersten Satz knapp mit 15:14, den zweiten mit 12:10, spielten aber im dritten Durchgang schwach und verloren mit 9:11 – nur um sich letztlich doch noch mit 11:7 durchzusetzen.
„Eigentlich hätten wir dieses Spiel in drei Sätzen gewinnen können, aber letztlich haben wir vor allem im dritten Satz zu nachlässig gespielt, uns dem langsamen Spiel des Gegners angepasst“, so MTSV-Spielerin Rieke Buck.
Im zweiten Match gegen den Berliner Traditionsverein VfK 1901 zeigten die Selsingerinnen vor allem im ersten Satz eine enttäuschende Leistung und verloren hoch mit 2:11. In den beiden folgenden Durchgängen steigerten sie sich und spielten recht gut mit – doch die entscheidenden Punkte machten die Berlinerinnen. Selsingen verlor mit 7:11 und 9:11. „Wir hätten vielleicht einen oder zwei Sätze gewinnen können“, so Bucks Fazit. „So stark war die Leistung von 1901 auch nicht, aber wir reichen zur Zeit einfach nicht an die Spitzenteams heran.“
Selsingen beendet damit die Saison auf Rang sechs der Tabelle mit stolzen sechs Punkten Vorsprung vor dem Siebten Bayer 04 und klaren acht Zählern Rückstand auf den Tabellenfünften Moslesfehn.
