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Zevens U 18 glänzt als Gastgeber

Zeven. Trotz starker Leistungen konnte die weibliche U 18-Mannschaft des TuS Zeven in eigener Halle bei ihrer ersten Landesmeisterschafts-Teilnahme nicht mit den stärksten Volleyballmannschaften Niedersachsens mithalten. Dennoch war die gute Stimmung auf und neben dem Feld nie in Gefahr. Nicht nur das TuS-Team, sondern auch der Verein bekam viel Lob für die kurzfristige Ausrichtung der Meisterschaften, die dank der zahlreichen Helfer reibungslos ablief.

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Zeigten sich bei den Landesmeisterschaften als hervorragende Gastgeber, blieben aber ohne den erhofften Sieg: Zevens U 18-Volleyballerinnen .

Die zwölf besten U 18-Teams des Landes, die sich zuvor bei den Bezirksmeisterschaften qualifizieren mussten, wurden am Sonnabend in vier Gruppen gelost, in denen Jeder gegen Jeden spielte. Doch gleich im ersten Spiel gegen USC Braunschweig wurde die Stimmung beim Ausrichter TuS Zeven getrübt. Philine Rolfs verletzte sich unglücklich am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Das brachte das Team nachhaltig aus dem Konzept und so musste es das Spiel verloren geben.

Auch in der zweiten Partie gegen die körperlich überlegene Mannschaft von Bad Pyrmont schlichen sich bei den Zevenerinnen zu viele Fehler – vor allem in der Annahme – ein, wodurch sie keinen Druck aufbauen konnten. Obwohl sie das Spiel ebenfalls verloren, ging zumindest der spektakulärste Punkt an den TuS. Bevor der unglücklich abgeprallte Ball auf den Boden gelangen konnte, rettete das Rüberspielen mit dem Fuß den Punkt.

Mit Lachendorf mitgehalten

Nach den verpatzten Auftaktpartien konnten die Zevenerinnen nur noch um die letzten Plätze mitspielen, allerdings konnten sie dabei wieder auf Philine Rolfs zurückgreifen, die die Zähne zusammenbiss und mitspielte. Jedoch mussten sie in der ersten Partie gleich gegen den TuS Lachendorf antreten, gegen den sie bei den Bezirksmeisterschaften bereits verloren hatten. Doch dank der Unterstützung der Zuschauer konnten sie sich einen Fünf-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Die Annahme kam wieder zu den Zuspielerinnen um Miriam Lücke, die die Bälle gut an ihre Angreifer verteilen konnten. Die darauf folgenden Punkte wurden umjubelt. Es lief wieder bei den Gastgeberinnen.

Doch im zweiten Durchgang zeigte der amtierende Bezirksmeister wieder sein Können und so war der Satz bis zum Ende ausgeglichen. Zum Sieg fehlte den Zevenerinnen das gewisse Quäntchen Glück, weshalb sie knapp mit 23:25 unterlagen. Auch im dritten Satz spielten die Mannschaften auf gleichem Niveau. Am Ende waren es kleine Fehler, die ausschlaggebend für den Sieg des TuS Lachendorf waren. Doch die Enttäuschung hielt nicht lange an, da die Zevenerinnen trotz allem eine gute Leistung gezeigt hatten.

Am nächsten Tag ging das erste Spiel für den TuS Zeven gegen VfL Westercelle schon um 10 Uhr los. Noch mit Wut im Bauch wegen des knapp verlorenen Spiels am Vortag konnten die Zevenerinnen immer wieder durch sehenswerte Angriffe von Sintje Focken und einer großartige Leistung von Zuspielerin Mareike Thies überzeugen. Beim Stand von 19:17 für den TuS ging Leonie Haller zum Aufschlag, die mit ihren druckvollen Bällen den Grundstein zum 25:17-Sieg legte.

Doch wie schon am Vortag konnten die Zevenerinnen ihre Leistung im zweiten Durchgang nicht abrufen und ließen die Gegnerinnen so zum Satzausgleich kommen. Danach kämpften die Spielerinnen des TuS wieder engagiert um jeden Ball, konnten aber nicht genug Druck auf die Gegnerinnen ausüben und mussten sich Westercelle am Ende knapp mit 13:15 geschlagen geben.

Im letzten Spiel stand Zeven den groß gewachsenen Spielerinnen aus Wolfenbüttel gegenüber. Der erste Satz ging dann auch deutlich an die Gegnerinnen, die immer wieder durch harte Angriffe ihre Punkte machten. Doch die Zevenerinnen gaben nicht auf und konnten durch Einsatzstärke, guter Laune und mannschaftliche Geschlossenheit bis zum Stand von 19:19 mithalten. Doch vier stark platzierte Angriffe der Gegnerinnen ließen die Hoffnungen der TuS-Volleyballerinnen schwinden.

Das Unmögliche geschafft

Obwohl der Satz beim Stand von 19:24 schon so gut wie verloren schien, gaben sich die Zevenerinnen nicht auf. Libera Henrike Albers sorgte für Sicherheit in der Annahme und die schlau gespielten Angriffe durch Lisa Gerlach fanden immer wieder den Weg ins gegnerische Feld. So machten die Zevenerinnen das Unmögliche wahr und konnten durch eine herausragende Leistung den Satz noch mit 27:25 gewinnen. Im dritten und entscheidenden Durchgang fanden die Gegnerinnen wieder zurück ins Spiel. Obwohl die Mannschaft um Ingrid Speerstra und auch das heimische Publikum alles dafür tat, nicht schon wieder im Tie-Break zu verlieren, mussten sie sich den starken Gegnerinnen wieder einmal knapp mit 14:16 geschlagen geben. Dennoch überwog im TuS-Team die Freude, überhaupt gegen so eine starke Mannschaft mithalten zu können.

Doch insgesamt dominierten bei den Landesmeisterschaften in Zeven die Mannschaften aus dem Bezirk Weser-Ems, die die Plätze eins bis drei belegten. In den Halbfinals setzten sich Cloppenburg und Bad Laer durch, zogen ins Finale ein und waren damit bereits beide für die Norddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Das Finale ging dann knapp an den Favoriten aus Bad Laer.

Das Ziel „Spaß zu haben und Spielerfahrung sammeln“ hat der TuS Zeven zwar erreicht, dennoch wäre das Team gerne auch mit einem Sieg aus dem Turnier gegangen. Trainer Axel Körner zeigte sich dennoch zufrieden mit seiner Mannschaft und will nächstes Jahr wieder die Qualifikation für die Landesmeisterschaften schaffen. (ZZ/olm)

TuS Zeven: Leonie Haller, Lisa Gerlach, Miriam Lücke, Mareike Thies, Sintje Focken, Henrike Albers, Ingrid Speerstra, Philine Rolfs

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Erfolgreicher Block: Mareike Thies (links) und Philine Rolfs halten den Ball in der gegnerischen Hälfte. Fotos: mk
Artikel vom 20.02.12 - 12:00 Uhr
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