Alle sechs Jahre wählen die Mitglieder der evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen ihre Kirchenvorstände neu. Im Kirchspiel Rhade, das 1990 Mitglieder zählt, gibt es am 18. März fünf Stimmbezirke: Rhade, Rhadereistedt, Glinstedt, Hanstedt und Ostereistedt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wahlberechtigt sind Gemeindemitglieder ab 16 Jahren. Jeder Wahlberechtigte darf insgesamt drei Stimmen abgeben, maximal eine pro Kandidat. Ein Wähler darf also keinem Bewerber mehrere Stimmen geben.
Vor der Wahl haben sich einerseits Personen als Kandidaten gemeldet, die die dafür erforderlichen zehn Stimmen eingeholt hatten, um kandidieren zu dürfen. Außerdem hat der Rhader Kirchenvorstand gezielt Gemeindeglieder in den Dörfern angesprochen, um jeweils mindestens einen Kandidaten zu finden.
„Es ist schon so, dass sich die Menschen nicht in Scharen gemeldet haben“, so Pastor Andreas Beneke auf die Frage, wie schwierig es gewesen sei, Personen zu gewinnen, die sich im Kirchenvorstand engagieren möchten. Letzten Endes sei es aber gelungen, in jedem Dorf Bewerber zu finden. Und denen wünscht er eine hohe Wahlbeteiligung. 2006 lag sie in Rhade bei 34,7 Prozent.
„Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen zur Wahl gehen“, unterstreicht der Seelsorger. Das sehe er als ein Stück Würdigung für die Bereitschaft der Kandidaten, sich sechs Jahre im Kirchenvorstand einzubringen. Außerdem hielte er es für gut, die Bewerber mit dem Gang an die Wahlurne spüren zu lassen, dass die Gemeindemitglieder hinter ihnen stehen. Wer am 18. März keine Zeit hat, kann eine Briefwahl im Pfarrbüro beantragen.
Zur Wahl stellen sich Anja Bettels aus Rhade-Flötenkiel (46 Jahre), Christa Haufler aus Rhade (67) Karla Meißner aus Rhade (57) Hinrich Poppe aus Rhadereistedt (51), Susanne Ringen aus Ostereistedt (42), Helga Schröder aus Rhade (54), Marlies Schröder aus Glinstedt (57) und Jörg Windler aus Ehebrock (45).
Die Kirchengemeinde stellt die Kandidaten in ihrem nächsten Gemeindebrief vor. Die neuen Mitglieder des Kirchenvorstandes werden am Sonntag, 3. Juni, in ihren Dienst eingeführt.
