Gut ein Jahr hat es gedauert, um die Steinerlebnisroute zu entwickeln. Die Arbeit hat sich gelohnt: Rund um das verbindende Thema Stein ist auf den Strecken viel über die Region und die Geschichte der Samtgemeinde zu erfahren.
Radler entdecken ein abwechslungsreiches Angebot an kulturellen, archäologischen, historischen und ökologischen Besonderheiten. An jeder der 39 Stationen stehen moderne Informationstafeln, die ausführlich über die jeweiligen Gegebenheiten Auskunft geben.
Die Spurensuche spannt sich von den rätselhaften Hügelgräbern und mittelalterlichen Fundstücken, über die Dokumentations- und Gedenkstätte in Sandbostel bis hin zu nachwachsenden Steinen in der weitläufigen Kulturlandschaft der Geest.
An einer der Stationen präsentiert sich der berühmte Anderlinger Bildstein. Weitere Anlaufpunkte sind etwa das älteste Bauernhaus im Landkreis Rotenburg, das in Ostereistedt steht, oder die Mühlen in der Region.
Die drei Einzelstrecken werden am Sonntag um 14 Uhr am gemeinsamen Start- und Zielpunkt, dem „Treffpunkt Jugend & Rad“ am Millenniumwald in Selsingen offiziell eröffnet.
Nach Ansprachen von Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers, dem niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hans-Heinrich Ehlen, sowie Reinhard Lindenberg, einem der beiden Arbeitskreissprecher, wird die Steinerlebnisroute ab 15.30 Uhr mit einer kleinen Fahrradtour entlang einer Teilstrecke in Richtung Haaßel und Seedorf bis zum Hügelgräberfriedhof in Eitzte eingeweiht.
Dort geben gegen 16.15 Uhr Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse und Meike Mittmann vom Bremervörder Bachmann-Museum eine kleine Führung. Die Tour soll gemütlich an der letzten Station des Tages, in der Eitzter Wassermühle an der Oste bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Alle Einwohner aus der Samtgemeinde Selsingen sind zur Eröffnung und anschließenden Fahrradtour eingeladen.
Am Zustandekommen der Steinerlebnisroute waren alle acht Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde beteiligt. In einem Arbeitskreis und in Kooperation mit Bürgern, den Planern, der Samtgemeinde, der Kreisarchäologie und touristischen Verbänden wie TouROW und Landtouristik arbeiteten sie zusammen.
Zur Beschilderung der Themenroute ist ein eigenes Logo entwickelt worden, das den Wiedererkennungswert steigern soll. Das Pilotprojekt der Verbunddorferneuerung Selsingen wird begleitet von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Verden und erhält europäische Fördermittel.
