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Warum Essstäbchen beim Lachen helfen

Die Frauen des Landfrauenvereins Rhade hatten am Montagabend viel zu lachen. Die Kommunikations-
und Humortrainerin Maike Carls war anlässlich der monatlichen Versammlung in Rhadereistedt zu Besuch. Liza-Marie Heinbockel


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Maike Carls erzählte mit viel Charme und Witz über ihr Leben und das Phänomen Lachen.

„Gott schenkt euch das Gesicht. Lächeln müsst ihr selber“. Die Begrüßungsworte von Marlene Geestmann an diesem Abend in die Tat umzusetzen, war nicht schwer. Darin waren sich die Landfrauen einig.

Maike Carls plauderte mit viel Humor über ihr eigenes Leben. „Meine wichtigste Turnübung ist mich selbst auf den Arm zu nehmen. Und das jeden Tag“. Doch die Ostfriesin gab zu, dass ihr das noch nicht immer so leicht fiel. „Früher war ich ein notorisch unzufriedener Mensch. Wenn mein Mann mir drei Handtücher schenkte, war ich wütend, dass es nicht sieben oder acht waren.“

Diese permanente Unzufriedenheit sei nicht nur schlecht für die Psyche, sondern auch für den Körper, erklärte Maike Carls. „Ein Mensch, der wütend ist, verspannt sich total. Er ballt die Hände zu Fäusten, verkneift das Gesicht und der gesamte Körper ist auf Hochspannung. Und da hilft nur eines: Lachen.“

Der ganze Ärger, den Menschen häufig mit sich herumschleppen, der ändere nichts an der gegenwärtigen Situation, betonte die Diplom-Pädagogin. „Doch Lachen“, erklärte Maike Carls, „löst alle inneren und äußeren Verspannungen innerhalb von Sekunden.“

Sollte das mit dem Lachen mal nicht klappen, da hatte die Humortrainerin noch einen Tipp für die Zuhörerinnen parat. „Nehmen Sie sich einfach ein Essstäbchen und stecken Sie es sich in den Mund, so, dass die Mundwinkel nach hinten gezogen werden.“

Gelotologen – Wissenschaftler, die sich ausschließlich mit dem Lachen beschäftigen, fanden heraus, dass ein angedeutetes Lächeln reicht, damit das Gehirn Endorphine ausschüttet. Und diese sind bekanntlich für Glücksgefühle zuständig, erklärte die Humortrainerin. Hatten die Landfrauen sich an diesem Abend nur aufs Zuhören eingestellt, so hatten sie sich geirrt. Maike Carls forderte alle Anwesenden zum Mitmachen auf: „Wir machen jetzt Lachyoga.“

Madan Kataria, ein praktischer Arzt aus Mumbai, verband Yogatechniken mit Lachübungen und entwickelte daraus eine Methode, die Menschen zum Lachen bringen sollte. Ein Hauch Selbstironie war für diese speziellen Übungen förderlich.

Diese Meinung vertrat auch Maike Carls: „Lachyoga, das ist total blöd. Aber der Zweck heiligt die Mittel.“ Und dass die Ostfrie-sin mit ihrer Aussage richtig lag, bestätigte sich schon nach ein paar Sekunden. Der ganze Saal verfiel in lautes Gelächter.

Der lang anhaltende Applaus und die entspannten und fröhlichen Gesichter der Zuhörerinnen gaben Maike Carls mit ihrer Aussage „Lachen macht glücklich und gesund“ am Ende des Abends recht.


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Viel Spaß hatten die Rhader Landfrauenverein beim Vortrag der Kommunikations- und Humortrainerin Maike Carls.
Artikel vom 13.10.10 - 12:00 Uhr
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