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Jung und Alt treiben Sport

SITTENSEN. Runter vom Sofa, raus in die Natur: So lautete am Sonntag die Devise eines niedersachsenweiten Aktionstages, der demonstrieren sollte, dass sich Sport und Umwelt- und Naturschutz nicht ausschließen müssen, sondern, ganz im Gegenteil, sogar verbinden lassen. Auch der VfL Sittensen machte mit und hatte zum Wandern, Radfahren und Walken eingeladen.

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Marlies Höper, Heike Cordes, Jana Dinkeler und Doris Meyer hatten sich fürs Walken entschieden.

Treffpunkt war der Dionysiuspark bei der Kirche. Die äußeren Bedingungen waren mit Sonnenschein und warmen, spätsommerlichen Temperaturen nahezu perfekt. Da machte es richtig Spaß, Wanderschuhe zu schnüren, Walkingstöcke in die Hand zu nehmen oder den Drahtesel zu besteigen.

Gleich zu Beginn um 11 Uhr fanden sich schon gut 30 Sport- und Naturinteressierte ein und ließen sich vom VfL-Vorsitzenden Dieter Höper in die zur Auswahl stehenden Strecken einweisen. Die waren unterschiedlicher Länge, „damit jeder mitmachen kann, je nach Konstitution und Laune“, wie Höper bemerkte.

Außerdem wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich „wachen Auges“ durch die Natur zu bewegen. Denn: Ziel der Veranstaltung war es, die Landschaft entlang der Routen bewusst wahrzunehmen und markante Punkte und Schönheiten auf eine eigens kreierte Wanderkarte einzutragen. „Dabei kann es sich um einen prägnanten Baum, ein Biotop, einen besonders schönen Ausblick oder seltene Pflanzen handeln“, ließ Höper wissen.

Außerdem waren kleine „Beobachtungsaufgaben“ vorbereitet worden, die ebenfalls dazu beitragen sollten, mit geschärften Sinnen Natur und Umwelt zu erleben. Dies war auch ein Aspekt, der Jana Dinkeler, Doris Meyer, Heike Cordes, Karin Flucke und Marlies Höper veranlasste, sich auf eine Walkingtour zu begeben. „Bei dem schönen Wetter bietet sich hier die ideale Gelegenheit, aktiv zu sein und gleichzeitig Natur zu erleben und zu genießen“, war sich das Quintett einig.

Alle gesammelten Punkte werden anschließend an das Touristikbüro der Samtgemeinde übergeben, das diese auswerten und gegebenenfalls in die neuen, offiziellen Wanderwege mit aufnehmen, die sich derzeit im Aufbau befinden.

Mit von der Partie waren auch Jochen Bölsche, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland, und Ehefrau Renate aus Osten sowie der Wanderleiter des TSV Oberndorf, Albertus Lemke. Sie wollten sich hier Anregungen holen, da sie festgestellt haben, dass „zu unserer großen Freude das Interesse an Ausflügen an die Oste wächst“. Es herrsche bereits ein reger Besucherverkehr zwischen dem Unter- und Oberlauf der Oste. Sie sprachen sich für die Schaffung eines durchgehenden Osteradweges von der Quelle bis zur Mündung aus. Die Schirmherrschaft an der Sittenser Aktion hatte Bürgermeister Heinz-Hermann Evers übernommen. Ganz Vorbild betätigte er sich gemeinsam mit Ehefrau Inge ebenfalls sportlich und trat beim Fahrradfahren über eine knapp 50 Kilometer lange Rundtour kräftig in die Pedale.

Andreas Rathjens und Friedhelm Kaiser übernahmen die Führung einer Radwanderung entlang dem Oste-Urstromtal unter dem Motto „Dit und dat rund um Groß Meckelsen“. „Die Leute kommen mal in Ecken, die sie sonst nicht zu sehen bekommen“, kündigte Rathjens eingangs an. Eine Telefonnummer für Notfälle hatten die Veranstalter vorsorglich auf jede Wanderkarte eingetragen und boten darüber hinaus die Möglichkeit an, bei Bedarf sich mit einem Fahrzeug von unterwegs wieder abholen zu lassen. (hm)


Artikel vom 07.09.10 - 06:00 Uhr
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