„Ich bin dankbar, dass ich das Amt abgeben kann“, sagte die scheidende Vereinsvorsitzende Iris Stabenau vor der Wahl. Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Samtgemeinderat und Sittenser Ratsfrau will sich jetzt voll auf ihre Arbeit in den kommunalpolitischen Gremien konzentrieren.
Vor zweieinhalb Jahren hatte Stabenau den Vorstandsposten im SPD-Ortsverein übernommen, nachdem sich ihr Vorgänger überraschend aus dem Amt verabschiedet hatte.
Zuvor hatte sie den Vereinsvorsitz schon einmal zehn Jahre lang inne. Sie sei froh, mit Traute Flacke jemanden gefunden zu haben, der gerne bereit sei, das Amt zu übernehmen, sagte sie Mittwochabend. Flacke, ehemalige Schriftführerin des SPD-Ortsvereins, unterstrich die Aussage, den Vorsitz gerne ausüben zu wollen.
Und die Sozialdemokraten honorierten es: Alle 25 anwesenden Wahlberechtigten votierten in geheimer Wahl für die 50-Jährige. Die neue SPD-Chefin hat sich, wie sie nach der Stimmauszählung sagte, „etwas vorgenommen“. „Ich will versuchen, mehr Leben in den Ortsverein zu bringen. Mir ist wichtig, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und auch die Mitglieder in die Vereinsarbeit einzubinden.“
Ein ähnlich gutes Ergebnis wie Flacke fuhr auch ihr Stellvertreter Thomas Kannenberg ein. Bei einer Gegenstimme votierten 24 Parteimitglieder für den ehemaligen Sprecher der Bürgerinitiative gegen die geplante Biogasanlage in Freetz. „Ich denke, wir werden im Vorstand gut harmonieren“, äußerte er sich nach dem Urnengang.
Saliha Arican und Herbert Osterloh konnten ebenfalls 24 Ja-Stimmen bei jeweils einer Enthaltung auf sich vereinigen.
Neben den vier Vorstandsmitgliedern vervollständigen fünf Beisitzer das Führungsteam der Sozialdemokraten in der Börde. In dieses Amt gewählt wurden Siegfried Imlau, Dennis Dobbert, Christian Rathjen, Ulrike Weiskopf und Ulrich Stabenau.
Der 19-jährige Auszubildende Dennis Dobbert hatte erst wenige Stunden zuvor die SPD-Beitrittserklärung unterschrieben und sich den Genossen kurz vorgestellt.
Er fühle sich schon familienbedingt zu den Sozialdemokraten hingezogen, scherzte er. Als weiteres neues Mitglied konnten die Parteimitglieder den 17-jährigen Felix Klindworth aus Freetz begrüßen. „Ich fühle mich der SPD verbunden“, begründete der Abiturient seine Entscheidung.
Zum Ausklang der Versammlung erhielten die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Piet van Zeijl, Bernd Wölbern, Manfred Schröpfer und Iris Stabenau ein kleines Präsent.
Ebenso Michael Ziesing, der der Partei schon seit 40 Jahren angehört. (jab)
