„Langeweile haben wir definitiv nicht gehabt“, erklärte Ortsbrandmeister Olaf Böse zum Ende seines Jahresberichts. Neben den regulären Diensten, den Wettkämpfen und Einsätzen sei viel Zeit für die Planung des Anbaus investiert worden. Am 2. September habe der erste Spatenstich stattgefunden und am 22. November wurde Richtfest gefeiert. Wie Olaf Böse anmerkte, liege man gut im Zeitplan. „Ich finde auch, dass der Anbau sehr gut gelungen ist und gut ins Bild passt.“
Die Samtgemeinde habe das Geld für ein neues Fahrzeug zur Verfügung gestellt, das in Kürze bestellt und vielleicht noch in diesem Jahr geliefert wird, was Gemeindebrandmeister Hans-Dieter Kunst bestätigte. Kunst wies in diesem Zusammenhang darauf hin, auch auf dem Weg zu einem Einsatz besonders vorsichtig zu fahren. Es bringe nichts, wenn diejenigen, die eigentlich retten wollen, zunächst selbst gerettet werden müssten.
In einer fast grenzwertigen Lage befand sich die Feuerwehr laut Olaf Böse während der Absicherung des Vorwerker Osterfeuers. Da es zu der Zeit sehr trocken gewesen ist, seien alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden. Zeitgleich sei dann jedoch in Dipshorn das Osterfeuer einen Tag zu früh in Brand geraten. Gemeinsam mit den Wehren aus Wilstedt und Buchholz sei es jedoch gelungen, eine unkontrollierte Ausdehnung zu vermeiden.
Nicht ganz so erfreut zeigte sich Olaf Böse über den Ausgang der Samtgemeinde-Wettkämpfe in Tarmstedt. Die TS-Gruppe habe zuvor geübt und geübt und dennoch nur den 4. Platz errungen. „Das ist ein bisschen wie verlieren.“
Auch das Wetter hatte den Kameraden mehrmals einen Strich durch die Rechnung gemacht. So sei es während des Grillfestes im Juni kalt und ungemütlich gewesen und die für August geplante Ferienspaßaktion musste sogar ausfallen. Dennoch sind die gesellschaftlichen Aktivitäten scheinbar nicht auf der Strecke geblieben.
Olaf Böse hat erst im vergangenen Jahr das Amt des Ortsbrandmeisters von Jens Broßler übernommen. „Als Brandmeister wird man nicht geboren, man wächst da langsam rein“, befand Böse. Ein großes Dankeschön richtete er an seinen Vorgänger, der dieses Amt 17 Jahre lang bekleidet hatte und kürzlich erst nach Büttel in die Samtgemeinde Lokstedt gezogen ist. „Ich hoffe, dass du die Zeit, die du jetzt zusätzlich hast, gut nutzt“, gab Olaf Böse ihm mit auf den Weg. (maw)
