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Freizeit mit Nebeneffekt

Tarmstedt. Von der Grundschule bis zur Oberstufe reichte das Altersspektrum der 65 Kinder und Jugendlichen, die von Freitag bis Sonntag in der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zur Sprengel-Sing- und Musizierfreizeit zu Gast waren. Unter der Leitung von Kantorin Antje Ney studierten die Kinder Lieder des Musicals „Jesus bleib(t) stehen“ von Thomas Nickisch.

Bereits am Freitagnachmittag waren die Teilnehmer aus Hamburg, Giffhorn, Minden oder Hannover angereist. „Nur etwa die Hälfte kommt aus dem Landkreis Rotenburg“, erklärte Pastor Martin Rothfuchs von der SELK Tarmstedt im Gespräch mit der ZZ. Knapp 25 stammen aus dem Tarmstedter Kinderchor.

Die Grundschüler wurden in Familien untergebracht. Die Kinder von 11 bis 15 Jahren übernachteten im Gemeindehaus, wo sie abends bei Spiel und Spaß noch die Gemeinschaft pflegen und vertiefen konnten. Dabei waren neben der Kantorin Antje Ney auch deren Mitarbeiterin Elisabeth Friend, die Tarmstedter Kinderchor-Leiterin Carola Warncke, Pastor Martin Rotfuchs und zehn weitere Helfer und Helferinnen im Einsatz. „Es mussten wäschewannenweise Spaghetti gekocht und Kartoffeln geschält werden“, so Martin Rothfuchs, der betont, dass sich für solche Veranstaltungen vor allem Kirchengemeinden anbieten, die wie die Salemsgemeinde sowieso schon Erfahrungen mit Kinderchören und Veranstaltungen wie der Kinderbibelwoche vorzuweisen haben.

Auf dem Programm der Freizeit standen dabei auch viele Lieder, die am gestrigen Sonntag zusammen mit einem Anspiel im Familiengottesdienst aufgeführt wurden. Die Freizeit hat aber auch einen anderen Nebeneffekt: Vom 18. bis 20 Mai findet unter dem Motto „Jesus bleib(t) stehen“ in Hannover der Kirchentag der SELK-Gemeinden statt. Für diesen Kirchentag hat Kantor Thomas Nickisch ein Musical gleichen Titels geschrieben, das im Rahmen dieses Kirchentages aufgeführt werden soll. In fünf Freizeiten übt nun die Kantorin Antje Ney mit den Kindern die Lieder dieses Musicals ein, damit dann beim Kirchentag viele Kinder bei der Aufführung mitwirken können. Rothfuchs: „Dann können sie dort mit wenig Aufwand das Musical mit vielen Kindern aufführen, weil Antje Ney diese Lieder schon jetzt mit den Kindern in der ganzen Region übt.“

Am gestrigen Sonntag wurden dann auch die Eltern der weit gereisten Freizeitteilnehmer zum Familiengottesdienst in der Salemsgemeinde erwartet. Und nach dem Auftritt der Kinder waren alle zu Kaffee, Kuchen und Klönschnack ins Kirchen-Café im Gemeindehaus eingeladen. (rsk)

Artikel vom 13.02.12 - 12:00 Uhr
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