ZZ_Dialog4.4 - Samtgemeinde Tarmstedt - Topstory

Großer Park, viele Profiteure

Uhr Von Bert Albers

Breddorf. Während in Dörfern wie Bülstedt oder Dipshorn der eine oder andere davon träumt, dort zwei, drei Windräder aufzustellen, arbeitet man in der Nachbarschaft an Projekten ganz anderer Größenordung. Im Bereich der Gemeinden Breddorf, Hepstedt und Tarmstedt lockt eine so genannte Potenzialfläche von 1655 Hektar Größe. Dort könnte ein Windpark unter gänzlich neuen Voraussetzungen entstehen.

Breddorf. Während in Dörfern wie Bülstedt oder Dipshorn der eine oder andere davon träumt, dort zwei, drei Windräder aufzustellen, arbeitet man in der Nachbarschaft an Projekten ganz anderer Größenordung. Im Bereich der Gemeinden Breddorf, Hepstedt und Tarmstedt lockt eine so genannte Potenzialfläche von 1655 Hektar Größe. Dort könnte ein Windpark unter gänzlich neuen Voraussetzungen entstehen.

Vorstellbar sei, in besagtem Gebiet einen Windpark in der Größenordnung des Wilstedters – dort stehen neun Anlagen – zu bauen, sagt Jürgen Blanken. Der Hepstedter Landwirt ist einer der Geschäftsführer der Bürgerwindpark THB West GbR. Die Gesellschaft versucht gerade, möglichst viele Grundstückseigentümer im Bereich westlich der Geestkante und östlich der Gemeinden Tarmstedt, Hepstedt und Breddorf (THB), also auch die Kommunen, von der Windparkidee zu begeistern und als Gesellschafter ins Boot zu holen. „Wir arbeiten fieberhaft daran.“

Allerdings sei der Prozess nicht abgeschlossen, weshalb er sich noch nicht legitimiert sehe, für alle zu sprechen. Zudem sei völlig offen, ob in besagtem Areal überhaupt der Bau von Windrädern erlaubt würde. Alles hänge davon ab, wo der Landkreis im Zuge der Überarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms Vorrangstandorte ausweist.

Gleichwohl haben Blanken, seine Mitstreiter und die Firma AgRo WEA schon genaue Vorstellungen, wie es werden könnte. Der Hepstedter spricht von einem großen Kuchen, von dem viele profitieren sollen. Nicht nur Bürger aus den betroffenen Gemeinden, denen in Folge eines Investments in den Bürgerwindpark hohe Rendite in Aussicht gestellt wird, sondern alle Grundstückseigentümer im Bereich der potenziell für einen Windpark geeigneten 1655 Hektar.

Selbst die, auf deren Land sich später keine Räder drehen, sollen an den Pachteinnahmen beteiligt werden. Ein solches Modell habe es in dieser Form noch nicht gegeben, unterstreicht Natalie Ruf. Sie ist Projektleiterin bei der AgRo & WEA und erklärt, was hinter der Idee steckt. Man wolle verhindern, dass einige wenige Landeigner profitieren, während alle anderen nur auf die Anlagen gucken, also unter den negativen Folgen fürs Landschaftsbild leiden.

„Wir planen erstmals ein gemeindeübergreifendes Projekt“, so Ruf. Klar sei, dass mitnichten ein 1655 Hektar großer Windpark entstehen werde. Sie gehe davon aus, dass am Ende ein Gebiet von 300 bis 4000 Hektar genutzt werde.

Damit sich auch alle betroffenen Kommunen über zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen freuen können, soll je Gemeinde eine Gesellschaft gegründet werden. Zumindest über die Auswirkungen für die Gemeinde Breddorf wird man am 30. Oktober mehr erfahren. Dann stehen Informationen zum Bürgerwindpark THB West auf der Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung.

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