„Dorfplatz – Demenz auf dem Lande“ heißt das Projekt. Dieses Vorhaben ist nun, als eines von 13 in Deutschland, in das Förderprogramm der Robert- Bosch-Stiftung zum Thema „Menschen mit Demenz in der Kommune“ aufgenommen worden. Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit der Samtgemeinde Tarmstedt mit der Diakonie-Sozialstation Tarmstedt sowie mit Michael Ganß, einem Gerontologen und Kunsttherapeuten aus Hanstedt.
Dabei soll in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Tarmstedt ein Netz aus Bürgern sowie Mitgliedern von Vereinen und Organisationen entstehen, die sich dafür einsetzen wollen, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz vor Ort und deren Angehöriger zu verbessern.
In den Gemeinden und in Nachbarschaften sollen neue Formen von Solidarität und Freundschaft, zwischen Bürgern mit und ohne Demenz, wie auch eine vermehrte und veränderte Nachbarschaftshilfe anregt werden, teilt Karin Alpers von der Samtgemeinde mit. „Hierüber soll dem sozialen Rückzug der Betroffenen und deren Familienangehörige entgegengewirkt werden, was zu einer Entlastung dieser führt.“
Ziel ist es, für einen besseren Umgang mit dem Thema Demenz zu sorgen. „Das Projekt will dazu beitragen, der Tabuisierung des Themas Demenz entgegenzutreten, um darüber die Scham, die viele Menschen mit Demenz und deren Familien, empfinden aufzulösen.“ Das Phänomen Demenz sei kein ausschließlich privates, sondern ein gesellschaftliches Thema und sollte als solches im Bewusstsein alle Bürger sein. Denn es könne davon ausgegangen werden, dass jeder im Verlauf seines Lebens damit konfrontiert werde: als Betroffener, Angehöriger, Kollege, Freund oder Nachbar.
Wer an diesem Projekt mitwirken oder sich als Laienhelfer für Betroffene zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich an einen der Kooperationspartner zu wenden (info@tarmstedt.de, dsst.tarmstedt@gmx.de oder auch michael-ganss@online.de) oder unter 04283/1234 zu melden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
