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30 000 Euro für Urnengarten

Zeven. Wie nahezu alle Ausschüsse in der Samtgemeinde Zeven ist auch der Friedhofsausschuss personell neu besetzt. Die erstmals vom Vorsitzenden Hans-Dieter Martens (SPD) aus Wense geleitete Sitzung wurde daher von Fachbereichsleiter Ralf Müller genutzt, um die für das Friedhofswesen zuständigen Verwaltungsmitarbeiter vorzustellen und einige Erläuterungen zu geben. Vom Gebäudemanagement sind das Kerstin Alpers und Ecko Busch, die für die Kapellen verantwortlich sind. Um die sonstigen Belange der Friedhöfe kümmert sich im Rathaus Susanne Bluhm.

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Heinz-Dieter Martens

Die Samtgemeinde ist der Träger von insgesamt zehn Friedhöfen, zu denen Müller den Ausschussmitgliedern die Bestattungszahlen des vergangenen Jahres nannte: Zeven 115, Brauel 3, Badenstedt 9, Wistedt 4, Heeslingen 43, Steddorf 6, Sassenholz 2, Freyersen, Nartum 7 und Hesedorf 7. Die Friedhöfe in Gyhum und Elsdorf befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Es stehen Reihengrabstätten, Wahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten zur Verfügung, das Nutzungsrecht wird jeweils für 30 Jahre erworben. Auf den Friedhöfen in Zeven und Heeslingen besteht zusätzlich die Möglichkeit, sich anonym in Urne oder Sarg beisetzen zu lassen, so Ralf Müller. Die Friedhöfe in Zeven und Wistedt werden professionell gepflegt, alle anderen durch Honorarkräfte aus den jeweiligen Dörfern.

Im Haushaltsplan für 2012 sind insgesamt 156 400 Euro für die laufende Unterhaltung der Friedhöfe angesetzt worden. 5600 Euro sind für den Erwerb geringwertiger Vermögensgegenstände vorgesehen, dabei handelt es sich nach Auskunft des Fachbereichsleiters um Gesangbücher, Besen und ähnliches.

37 000 Euro werden für die Bewirtschaftung der Grundstücke und baulichen Anlagen gebraucht. Der größte Einzelposten sind die 91 900 Euro für besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen. Dabei geht es um die Grünpflege, die laufende Unterhaltung, neue Pläne und ähnliches. In anderen Fachbereichen werden weitere 21 900 Euro verwaltet.

Etwas mehr Diskussionsbedarf im Ausschuss gab es bei den Haushaltsansätzen für Investitionen. 600 Euro werden dafür bereit gestellt, einen Anhänger für den Aufsitzmäher am Heeslinger Friedhof anzuschaffen. Die größere Position sind da die 30 000 Euro für die Neuanlage des Urnengartens auf dem Friedhof in Zeven. Auf Nachfrage sagte dazu Ralf Müller, der Urnengarten sei noch nicht im Betrieb. Zunächst werde noch das Eingangsportal erstellt, die 30 000 Euro sind für Namensstelen eingeplant. Da diese erst nach und nach gebraucht würden, werde es rund 5 Jahre dauern, bis der Urnengarten komplett sei.

„Dort können dann 600 Urnen beigesetzt werden. Wer möchte, kann ein Namensschild an einer der Stelen bekommen, das ist aber keine Pflicht. In der nächsten Sitzung des Ausschusses werden wir noch die Gebühren- und die Friedhofssatzung anpassen müssen, dann kann der Urnengarten im Sommer in Betrieb genommen werden“, so Ralf Müller.

Es gab noch einige Nachfragen aus dem Ausschuss, insbesondere zu den Urnengräbern in Heeslingen. Die Haushaltsansätze wurden dann dem Samtgemeinderat einstimmig zur Beschlussfassung empfohlen. (ak)


Artikel vom 03.02.12 - 12:00 Uhr
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