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Hatzter leiden unter Autobahnlärm


Hatzte. Nachdem sich in letzter Zeit die Beschwerden von Bürgern im Ausbaubereich der Autobahn A1 in der Region Elsdorf häuften, machte sich die Zevener Zeitung bei einem Ortstermin ein Bild von der Lage und erkundigte sich außerdem beim Betreiberkonsortium A1 Mobil. Von Jonas Eckhoff


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Die verengte Fahrbahn ist laut A1 Mobil mitverantwortlich für den Lärm. Foto: js

Von der neu aufgebrachten Fahrbahnmarkierung der Autobahn gehe ein besonders starker Lärm aus, so der Vorwurf von Anwohnern. Die Markierungen erzeugten ein deutlich wahrnehmbares Geräusch, wenn ein Fahrzeug sie überfährt. Da dieser Ton nur unregelmäßig auftrete, sei er besonders deutlich wahrnehmbar. Und tatsächlich stellte sich vor Ort heraus, dass die weißen Markierungsstreifen offensichtlich ein Profil enthalten, welches für das Geräusch, das sich als ein Zwischenton aus „brummen“ und „quietschen“ beschreiben lässt, verantwortlich ist.

Auch Elsdorfs Bürgermeister Heinrich Willenbrock sind die Vorwürfe bekannt. Auf Anfrage der Zevener Zeitung bestätigte er die Probleme. Er kritisierte generell die aus seiner Sicht nicht ausreichenden Maßnahmen zum Schutz der Anwohner. Dass Hatzte keinen Lärmschutz erhalte, bezeichnete er als Ungerechtigkeit. Auch er habe bereits versucht, dem Problem mit den Markierungen auf den Grund zu gehen. Jedoch habe er nur ausweichende Antworten erhalten. Beim Straßenbauamt sei er abgewiesen worden, da das Amt sich für nicht zuständig erklärte. „Das ist sehr unbefriedigend. Bei mir macht sich langsam eine gewisse Ratlosigkeit breit“, so Willenbrock.

Die Zevener Zeitung wandte sich an das Betreiberkonsortium A1 Mobil und übermittelte einen Fragenkatalog zur Situation in Hatzte. Dieser beinhaltete unter anderem die Frage, wie sich die Markierungen im Bereich Elsdorf von anderen unterscheiden und warum diese eine höhere Lärmentwicklung mit sich bringen.

Sylvia Engelbrecht von A1 Mobil teilte jetzt mit, dass bis heute keinerlei Beschwerden von Anwohnern bei ihnr eingegangen seien. Bei der im betroffenen Bereich aufgebrachten Markierung handele es sich um eine regelmäßig strukturierte Kaltplastmarkierung, die von der Bundesanstalt für Straßenwesen geprüft sei. Ein solches System sei mittlerweile auf vielen Straßen und Autobahnen üblich. Diese Art von Markierung zeichne sich dadurch aus, dass sie einen besonders guten Wasserabfluss gewährleiste und bei Nässe in der Nacht besonders gut zu sehen sei.

Das Geräusch, welches beim Überfahren der Streifen erzeugt wird, sei gewollt, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und vor einem Verlassen der Fahrbahn zu warnen. Bezogen auf die Beschwerden der Hatzter weist A1 Mobil darauf hin, dass im vorliegenden Fall die Fahrbahn baubedingt stark verengt sei. „Das heißt, dass zurzeit die Markierung deutlich öfter überfahren wird, als dies im späteren Regelverkehr der Fall sein wird“, so Engelbrecht in der Stellungnahme. Momentan sei zu beobachten, dass gerade der Schwerlastverkehr aufgrund der Platzprobleme oft über lange Zeit auf einer der Linien fährt.

Dies sei einer der Gründe für die von den Anwohnern wahrgenommenen Geräusche, teilte die Projektgesellschaft mit.


Artikel vom 09.09.10 - 06:00 Uhr
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