Die Störe „Eddy“ und „Karl-Walter“ sind nach jüngsten Ermittlungen der Initiatoren mit Sicherheit Raubfischen wie Hecht und Zander oder dem gefräßigen Kormoran zum Opfer gefallen. Die Spur des einen Störs verliert sich in der Gemarkung Brauel, die des anderen bei Granstedt. Hier müssen durch Bodenproben noch Erkenntnisse über den Verbleib des Senders gesichert werden.
Überschattet wurde das Experiment zudem durch Verschwinden von zwei Unterwassermikrofonen, die pro Stück 1000 Euro kosten. Ein Mikrofon ist allerdings von einem aufmerksamen Angler am Ufer der Oste bei Rockstedt gefunden, an Lachsvater Ernst Peters in Zeven zurück gegeben und der „Gesellschaft zur Rettung des Störs“ wieder zugeführt worden.
Das zweite Unterwassermikrofon samt Boje wurde in Höhe der Bremervörder Ostebrücke offenbar vorsätzlich entwendet und ist bislang nicht wieder aufgetaucht. Solch ein Frevel ist beim Versuchsbesatz entlang der Oste bislang nicht vorgekommen und überschattet die Bemühungen der Biologen in schlimmster Weise. Die Offenser Dorfgemeinschaft mit ihrem Vorsitzenden Karl-Walter Bluhm ist darob tief betrübt und erwägt, den Schaden mit einer Spende etwas zu abzumildern.
Ein dritter Stör wurde bei Bremervörde vor dem Wehr ausgesetzt. Dieser Fisch scheint sich im unteren Bereich der Oste ganz wohl zu fühlen. Zurzeit wandert er unter elektronischer Beobachtung munter zwischen Schwarzenhütten und Stromkilometer 59 hin und her. Welche weiteren Maßnahmen in der Oste, speziell in der oberen Oste, geplant werden, ist derzeit völlig unklar. „Es ist zu wünschen, dass der Versuch zur Wiedereinbürgerung des Störs in unserem Gewässerabschnitt der Oste auch künftig fortgesetzt wird“, hofft Artenschutzbeauftragter Ernst Peters.
