Das Projekt findet im Rahmen der Abteilung „Sozialdienstleistungen Cura“ aus der Schülerfirma der Schule statt und läuft bereits seit insgesamt vier Jahren. Seitdem kommen die teilnehmenden Schülerinnen (Jungs waren noch nicht dabei) jeden Freitag um zehn Uhr ins Seniorenheim und kümmern sich dort um die Bewohner. „Und das haben sie wirklich ganz toll gemacht“, lobt auch Beschäftigungstherapeutin Kerstin Bucher. „Sie haben sich lange und intensiv mit unseren Bewohnern beschäftigt, sind auf ihre Wünsche eingegangen und hatten für jeden ein offenes Ohr.“
„Das war ein wirklich besonderes Projekt. Auch wenn es manchmal anstrengend war, habe ich hier wundervolle zwei Jahre verbracht“, erzählt Janine Kühne. Die 19-Jährige hat viel gelernt und dabei erkannt, dass der Umgang mit alten Menschen ihr so viel Spaß bereitet, dass sie sich entschieden hat, eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu beginnen. Und da sie im Cura nun seit zwei Jahren bekannt ist, sich in dieser Zeit als sehr zuverlässig erwiesen hat und auch noch viel Spaß beim Umgang mit den Senioren hatte, wird sie am 1. August ihre Lehre im Zevener Seniorencentrum beginnen.
„Ich hatte wirklich Glück, aber sicherlich lag es auch zum Großteil daran, dass ich seit zwei Jahren jeden Freitag hier bin.“
Auch Margarita Leven hat sich dazu entschlossen, eine Ausbildung im sozialen Bereich anzufangen. Sie wird ein Freiwilliges Soziales Jahr anfangen und mit behinderten Kindern arbeiten, um später eine Ausbildung zur Pflegeassistentin zu absolvieren.
„Die zwei Jahre haben uns persönlich ganz viel gebracht und uns durchaus einige Türen geöffnet“, sagt sie zufrieden. Und auch Einrichtungsleiter Sven Beyer sowie Pflegedienstleitung Ingrid Pieratzki haben nur gute Erfahrungen mit den Schülerinnen gemacht, umso schwerer fiel nun der Abschied. Doch dieser wurde von Seiten des Seniorencentrums mit einer kleinen Aufmerksamkeit etwas versüßt – und im nächsten Schuljahr wird es mit einer neuen Schülergruppe aus der Hauptschule weitergehen. (fh)
