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ZEVEN. „Wir wollen heute unsere Arbeit vorstellen – und uns auch ein wenig selbst feiern“, erzählt der stellvertretende Rektor, Michael Larink, ganz jovial. Am Sonnabendvormittag konnten sich Eltern von Hauptschülern und von denen, die es noch werden wollen, ein genaues Bild der Hauptschule und ihres Lehr-Angebotes machen.

Chemielehrer Axel Wellm zeigt seinem erstaunten Publikum, wie man einen Geldschein anzünden kann, ohne ihn zu verbrennen. Fotos. fh
Und dazu hatte sich die Schule herausgeputzt und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Schulleiter Claus Bassen stellte das derzeit wohl größte Projekt der Schule vor, die neue Mensa, die nach den diesjährigen Sommerferien in Betrieb gehen soll. Dort werden die Schüler nicht nur essen können, sondern auch das neu geschaffene Internetcafé nutzen, auf der Sonnenterrasse chillen oder im Fitnessraum schwitzen können.
Zeigen, was Hauptschule kann
„Wir wollen den Eltern heute einmal zeigen, was die Hauptschule darstellt und was ihre Kinder auch in Sachen Ganztagsangebot alles erwartet.“ Immerhin ist die Carl-Friedrich-Gauß-Hauptschule seit einem Jahr als Ganztagsschule anerkannt und bietet in diesem Zusammenhang nachmittags Förderunterricht sowie Hausaufgabenbetreuung und darüber hinaus diverse weitere freie Angebote an – und mehr als die Hälfte der Schüler macht mit. „Hier tun sich Möglichkeiten auf, an die man sonst nie gedacht hätte.“ Bassen hob besonders die musischen, sportlichen und technischen Angebote für die Schüler hervor – und die können sowohl Haupt- als auch Realschüler nutzen, denn zwischen den beiden Schulen besteht eine gut funktionierende Kooperation.
Eltern eingeladen
Besonders die Eltern von Grundschülern waren eingeladen, damit diese merken, dass eine Laufbahn auf der Hauptschule noch längst nicht bedeutet, dass ihre Kinder auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. „Die Eltern sollen erkennen, wie die Hauptschule funktioniert und dass ihre Kinder hier die gleichen Abschlüsse erreichen können wie an der Realschule“, betont Bassen. „Wir kümmern uns hier um jeden Schüler ganz individuell und bemühen uns, für jeden eine Lösung zu finden.“ Doch an diesem Vormittag hatte die Schule noch weit mehr zu bieten. Schüler, Lehrkräfte und Schulleitung haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und den Besuchern ein enorm vielfältiges Programm geboten. Chemielehrer Axel Wellm beispielsweise zeigte seinem erstaunten Publikum, wie man einen Geldschein in Brand steckt ohne ihn dabei zu verbrennen. In einem anderen Raum stellte Schulsanitäter Timo Meyer seine Aufgaben und sein Material vor, das vom Blutdruckmessgerät, über moderne Stiff-Neck-Halskrausen bis hin zur Luftkammer-Schiene reicht.
Darüber hinaus haben die Schüler verschiedene Spiele vorbereitet, ein Café mit diversen selbstgebackenen Kuchen, eine Theateraufführung, eine Berufsinformation, Dosenwerfen, einen Waffelstand und, und, und. In den Kunst, Textil- und Werkräumen konnten die Besucher den Mitgliedern der „Schüfi“ (Schülerfirma) über die Schulter schauen, die Nistkästen fertigten oder Hausschuhe strickten oder die Schüler der 6c beim Bau ihrer Weltraumrakete beobachten. In der Pausenhalle zeigten zudem die Jazztanz-AG und das Race-Team vom Funsports Verein Zeven ihr Können und machten den Tag der offenen Tür damit zu einem tollen Event. (fh)

Schulsanitäter Timo Meyer nimmt eine Blutdruckmessung vor.