
Damit habe sich eine Tendenz bestätigt, die sich bereits am Freitag abzeichnete, sagte Bittersohl. Mit der jüngsten Neuaufnahme geht die OsteMed-Klinik zurzeit von insgesamt acht Verdachtsfällen aus. „Die Patienten befinden sich auf der Isolierstation“, berichtete der Ärztliche Direktor. Ob es sich bei den Erkrankten um Menschen handelt, die sich mit dem gefährlichen EHEC-Erreger angesteckt haben, werde noch geprüft.
Laborbestätigte Fälle gab beziehungsweise gibt es in der Bremervörder Klinik bislang drei. Einer der Betroffenen konnte inzwischen wegen eines leichteren Verlaufs als genesen entlassen werden, ein weiterer Patient musste in eine Bremer Spezialklinik verlegt werden. Und der dritte Patient mit positivem EHEC-Befund wird zurzeit noch auf der Isolierstation in Bremervörde behandelt, doch gehe es dem Patienten den Umständen entsprechend gut, hieß es dazu aus der Klinik.
Natürlich seien die Menschen durch die Berichterstattung jetzt sensibilisiert und kämen auch schon bei kleineren Symptomen, wegen derer sie früher nicht mal zum Arzt gegangen wären, ins Krankenhaus, so Dr. Jürgen Bittersohl. Während die Zahl der neuen Verdachtsfälle in der Bremervörder OsteMed-Klinik rückläufig ist, hat sich die Zahl der bestätigten EHEC-Fälle im Landkreis Rotenburg übers Wochenende verdoppelt. „Im gesamten Kreisgebiet haben wir bis Montagnachmittag insgesamt 24 durch Laboruntersuchungen bestätigte EHEC-Fälle registriert“, teilte Dr. Frank Stümpel vom Gesundheitsamt mit.
Bis vergangenen Freitag konnte nur in vergleichsweise wenigen Verdachtsfällen der EHEC-Keim im Labor nachgewiesen werden. Die Fälle, so Stümpel, seien über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Aufgrund der Schwere der Erkrankung mussten einige Patienten in Kliniken nach Bremen, Hamburg und Hannover verlegt werden. (bz/ts/cb)
