Es sei in den Dörfern eine Tendenz zu erkennen, die für das Gemeinschaftsleben sehr bedenklich sei, bemerkte der Vorsitzende des Ortsverbandes, Claus Behrens, in seinem Bericht über das vergangene Jahr. „Ich habe festgestellt, dass sich immer mehr ältere Mitbürger in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und sich darauf beschränken, die Welt durch den Fernseher an sich heranlassen. Dem müssen wir entgegensteuern“, mahnte Behrens.
Der SoVD Elsdorf ist mit 98 Mitgliedern einer der kleinsten Verbände und dementsprechend schwierig ist es immer wieder alle Posten im Vorstand zu besetzten. Das zeigte sich auch bei den diesjährigen Wahlen erneut.
Wie schon beim letzten Mal konnten für die Ämter des Schriftführers und der Frauenwartin keine engagierten Mitglieder gefunden werden. Einstimmig wurden jedoch Claus Behrens als Vorsitzender, Johann Holsten als sein Vertreter, Uwe Stührmann als Schatzmeister, sowie Hermann Cordes, Harald Schmelz und Renate Michaelis als Beisitzer von der Versammlung bestätigt.
Interessante Informationen über Versicherungen bekamen die Mitglieder des SoVD in dem Referat, das Dierk Holsten von der VGH-Vertretung Zeven hielt. Sind die Absicherungen in ihrer jetzigen Form eigentlich noch sinnvoll und was hat sich bei den Versicherungen allgemein geändert, waren dabei nur zwei der Fragen, die Dierk Holsten anschnitt. „Häufig denken meine Kunden, dass die Versicherungsumme ihrer Haftpflicht, die sie vor vielen Jahren mal abgeschlossen haben, mit 500.000 Euro oder 1 Million Euro ja hoch genug ist. Diese Verträge sind nicht mehr zeitgemäß“, betonte Holsten. „Heutige Versicherungen versichern bis zu einer Summe von 10 Millionen Euro, was dann aber nicht bedeutet, dass sie auch dementsprechend teurer sind.“
Das Beste sei, seine Versicherungen einfach mal von seinem Versicherungsvertreter überprüfen zu lassen und gegebenenfalls Lücken im Schutz zu schließen. Dabei könne sich zum Beispiel auch herausstellen, dass die vor vielen Jahren abgeschlossene Berufsrechtsschutz-Versicherung jetzt im Rentenalter ja gar nicht mehr nötig sei.
Auch Unfallversicherungen sind für Handwerker, die inzwischen ihren Ruhestand genießen, deutlich günstiger. Gerade beim Thema geliehener oder gemieteter Sachen sei die Unsicherheit über deren Versicherungsschutz groß. „Sie haben die Möglichkeit zum Beispiel geliehene Gehhilfen oder ähnliches zusätzlich zu versichern“, betonte Dierk Holsten. „Im Zweifelsfall sollten sie immer ihren Versicherungsvertreter fragen und sich von ihm beraten lassen“, ermunterte er seine Zuhörer, besonders mit Blick auf die häufigen Änderungen innerhalb der einzelnen Versicherungen.
Dafür dankte Claus Behrens ihm noch einmal im Namen der Elsdorfer. Für seine 65-jährige Mitgliedschaft wurde Gustav Lühmann geehrt, Erika Grube und Irmtraud Günther wurden mit der Ehrennadel für 25 Jahre im SoVD ausgezeichnet und seit zehn Jahren sind Margret Bruns, Tine Detjen, Angelika Hartmann, Heinz Letsch, Inge Müller und Helga Schwarz im Sozialverband. (he)
