Mit 13 046 Erwerbslosen und einer Quote von 6,7 Prozent bleiben die aktuellen Zahlen deutlich unter dem Vorjahresniveau, als 926 Frauen und Männer mehr auf Stellensuche waren und die Quote bei 7,1 Prozent lag. Dazu hat nach Darstellung der Agentur auch der bislang milde Winter beigetragen. In vielen witterungsbedingten Branchen musste die Arbeit dadurch nicht eingeschränkt oder eingestellt werden. Wie sich der Arbeitsmarkt angesichts der jetzt angebrochenen Frostperiode weiter entwickelt bleibt abzuwarten, erläutert Agenturchefin Dagmar Froelich.
Niedergeschlagen hat sich in der aktuellen Statistik dagegen das Ende des Weihnachtsgeschäfts. Insbesondere im Einzelhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe hat es dadurch Entlassungen im Elbe-Weser-Dreieck gegeben. Dies trägt mit dazu bei, dass die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember gestiegen ist: um 1223 Personen. Besonders schwierig ist es derzeit in den Berufsbereichen Land-, Forst- und Tierwirtschaft sowie Gartenbau unterzukommen. Hier entfallen statistisch 22,5 Arbeitsgesuche auf ein Stellenangebot. Im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung stehen die Chancen deutlich besser. Hier liegt der Wert gegenwärtig bei 4,2 Bewerbern auf eine Stelle.
Nach wie vor harren die älteren Arbeitslosen der von der Bundesregierung bereits verkündeten spürbaren Verbesserungen. Wer älter als 55 Jahre alt ist, der hat es nach wie vor schwerer, eine Stelle zu finden. Diese Personengruppe ist die einzige, die auch im Vergleich zum Januar 2011 mehr Arbeitslose aufweist.
Doch auch wenn sich die Kurve aktuell insgesamt wieder nach oben neigt: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist laut Agenturbericht ungebrochen. 1397 Stellen blieben im Januar unbesetzt – deutlich mehr als vor einem Jahr und vor einem Monat.
Einen Zuwachs gab es zumindest im Vergleich zum Dezember auch bei den Unterbeschäftigten. Unter diese Rubrik fallen jene, die zum Beispiel in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen untergebracht sind. Dies gilt für 16 545 Frauen und Männer.
In Zeven ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar deutlich über die tausender Marke geklettert. 1070 Erwerbslose bedeuten einen Zuwachs um 146. Vor einem Jahr hatten die Vermittler indes noch hundert Namen mehr in ihren Dateien. Die Quote liegt aktuell bei 4,3 Prozent, 278 Stellen blieben unbesetzt.
861 Personen sind in der Geschäftsstelle Bremervörde arbeitslos gemeldet. 61 mehr als im Dezember, aber 214 weniger als im Januar 2011. Mit 4,1 Prozent weist Bremervörde die bezirksweit geringste Arbeitslosenquote auf. 113 offene Stellen sind dort im Bestand.
Für den Landkreis Rotenburg gibt die Agentur eine Erwerbslosenquote von 4,8 Prozent an. (oer)
