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Freiwilliges Jahr für die Natur

Bremervörde. Junge Menschen sind nach der Schule oft unsicher, wie ihr weiterer Lebensweg aussehen soll. „Irgend etwas mit Natur und Pädagogik“, dachte sich der Abiturient Moritz Meister aus Berlin und stieß bei seiner Suche auf das FÖJ, das Freiwillige ökologische Jahr. Er bewarb sich in Niedersachen und arbeitet nun seit August zusammen mit Philipp Kuhlenkamp aus Barchel in der Bremervörder NABU Umweltpyramide. Es ist eine von landesweit 200 FÖJ-Einsatzstellen.

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Für die FÖJler gibt‘s rund um die Umweltpyramide immer etwas zu tun – auch im Winter. Foto: NABU

Die FÖJler erwartet in der Umweltpyramide eine bunte Palette an Tätigkeiten, vielseitige Entfaltungsmöglichkeiten, sowie eine kostenlose Unterkunft im NABU-eigenen „Alten Forsthaus“, teilt der Naturschutzbund mit. Während der Sommersaison von März bis November besuchen etwa 350 Schulklassen – meist im Rahmen von Klassenfahrten – die Einrichtung am Vörder See. Insbesondere im Rahmen von Umweltbildungsveranstaltungen wie „Leben in der Steinzeit“.

„Die pädagogische Arbeit zu unterstützen ist eine wichtige und vertrauensvolle Aufgabe, die von uns geleistet wird,“ erklärt Philipp Kuhlenkamp seine Arbeit. „Aber wir können uns auch eigene Projekte vornehmen. Von der eigenen Veranstaltung, einer Ausstellung, der Geländeentwicklung bis hin zu Homepagebearbeitung ist alles möglich.“ Hauptaufgabe von Moritz Meister ist die Leitung von Umwelt AGn an Ganztagsschulen in der Umgebung, wobei ihm Philipp Kuhlenkampf tatkräftig zur Seite steht.

Verantwortungsvolle Arbeit

„Mit so viel Verantwortung habe ich nicht gerechnet. Manchmal fühle ich mich wie ein richtiger Lehrer“, schildert Moritz Meister. Seine Stelle ist im Modellprojekt „FÖJ an Ganztagsschulen“ angesiedelt. Bei dieser speziellen Form des FÖJ organisieren die Freiwilligen den Nachmittagsunterricht zu Natur- und Umweltschutzthemen. „In der letzten Stunde haben die Kinder ihr Ruderboot für die Gewässeruntersuchungen am Oereler See bemalt. Ihre Begeisterungsfähigkeit und ihr Einsatz sind jedes Mal großartig. Ebenso wie die Unterstützung durch die Kollegen, beispielsweise bei der Materialbeschaffung für die AG-Stunden“, freut sich Moritz Meister.

Anerkennung erhalten die beiden Freiwilligen von Simone Zukowski, Ansprechpartnerin und Betreuerin für das Freiwillige Ökologische Jahr in der Umweltpyramide. „Die beiden leisten hervorragende Arbeit. Dabei vergessen sie oft, dass ihr FÖJ auch noch mehr zu bieten hat“, sagt sie und verweist unter anderem darauf, dass die FÖJler an fünf jeweils einwöchigen Seminaren teilnehmen. Auf diesen können sie Erfahrungen austauschen, gegenseitig ihre Einsatzstellen besuchen, Naturschutzgebiete kennen lernen und gemeinsam etwas zu den Schwerpunktthemen wie Klimawandel, Energie oder Konsum erarbeiten. (ZZ/oer)

Zum Thema

Das Regionale Umweltbildungszentrum Bremervörde ist laut NABU ein beliebter Einsatzort. Es bietet seit 1990 Freiwilligen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, sich beruflich auszuprobieren und zu orientieren. Interessenten für das kommende FÖJ können sich bei der Alfred-Töpfer-Akademie für Naturschutz (NNA), dem Träger des FÖJ in Niedersachsen, oder direkt bei der NABU Umweltpyramide unter 04761/71330 informieren. Bewerbungsschluss ist der 15. März.

Artikel vom 02.02.12 - 12:00 Uhr
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