
Der Vorsitzende Jochen Bölsche begrüßte 230 Gäste zum „Tag der Oste“ – ein Rekord. Die Grüße der Anliegerlandkreise überbrachte stellvertretend die Rotenburger Vize-Landrätin Elke Twesten. Sie rief dazu auf, die „Einzigartigkeit dieser Flusslandschaft“ zu erkennen, die für eine weithin intakte Natur stehe, und sie als „Teil unseres Zukunftskapitals“ zu bewahren. Die Laudatoren und Sponsoren überreichten die Preise in sieben Kategorien.
Ein Preisträger aus dem Landkreis Rotenburg war dieses Mal zwar nicht dabei, einige der ausgezeichneten Projekte beziehen sich aber auch auf ihn. So hat Klaus Feldmann aus Grasberg den Oste-Radweg von der Quelle in der Samtgemeinde Tarmstedt bis zur Mündung konzipiert. Ab Frühjahr ist die Strecke befahrbar. Für sein Engagement erhielt Feldmann den „Goldenen Hecht“ in der Kategorie Tourismus.
Den Jugendpreis erhielt die Arbeitsgruppe „Die Zebras“ der Lamstedter Schule „Am Hohen Rade“ für ihre Forschungen über die NS-Vergangenheit des Lehrers Willi Klenck. In der Kategorie Medien würdigte die Jury Wiebke Kramp. Die Redakteurin der Niederelbe-Zeitung bekam den „Oste-Oscar“ dafür, dass sie sich „mit Witz und Verve“ für die vielfältigen politischen, ökologischen und kulturellen Initiativen von Bürgern zur Erhaltung des Kultur- und Naturerbes einsetzt, so Laudator Ewald Romund.
Die Autorin Alexandra Kui aus Buxtehude ehrte die Arbeitsgemeinschaft Osteland für ihre in der Osteregion angesiedelten Kriminalromane. Dafür gab‘s den Literatur-Preis. Mit ihren Wilhelm-Busch- und Joachim-Ringelnatz-Programmen haben sich die Schauspieler Wolfgang Gellert (Geversdorf) und Fried Wolff (Ratzeburg) in der Region einen Namen gemacht. Die Auszeichnung in der Kategorie Kultur erhielten sie zudem für ihre Benefiz-Abende, mit denen sie etwa den Förderverein Baljer Leuchtturm unterstützten.
Besonderes Engagement für Natur- und Umweltschutz würdigte die AG Osteland ebenfalls mit einem „Goldenen Hecht“. Ihn bekam der Geversdorfer Oste-Fischer Walter Zeeck. Er steht seit Jahrzehnten an der Spitze der Aktiven im Kampf gegen Naturzerstörung und Umweltvergiftung an Elbe und Oste und ist laut Jury damit unbedingt preiswürdig. Schließlich galt es noch, den Preis für den Bereich Heimatpflege zu übergeben. Ihn bekam der 14-köpfige Neuhäuser Verein „Barkassengemeinschaft Bärbel“, der die 75 Jahre alte frühere Werftbarkasse in langjähriger Arbeit restauriert und damit Schiffbaugeschichte erlebbar gemacht hat, so die Begründung. (ra/nez)
