
Wenn sich die Teilnehmer aus ganz Deutschland nach insgesamt acht Etappen quer durch die Bundesrepublik am heutigen Sonntag in Hannover verabschieden, haben sie in ihren qualmenden Kisten stolze 2280 Kilometer hinter sich gebracht. Die dritte Etappe von 350 Kilometern führte von der Bremer Bürgerweide über Zeven, Heeslingen, Ratzeburg und Wismar bis ans Ziel Warnemünde Hohe Düne.
Neben illustren Porsche, Alfa Romeo Spider, Jaguar, Ford, Mercedes waren auch bescheidene VWs und sogar ein DDR-Wartburg Cabrio von 1965 zu bestaunen. Absoluter Star unter den Autos war zweifellos der Hanomag 2/10 Cabrio, Baujahr 1927, der als „Kommissbrot“ in die Geschichte eingegangen ist. Es ist jener erste deutsche Kleinwagen, der vom Fließband lief. Sein Einzylinder-Viertaktmotor erzeugt mit 502 ccm 10 PS und bringt das Gefährt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Frei nach dem Motto „ein bisschen Blech, ein bisschen Lack, fertig ist der Hanomag!“ Der Spruch beeindruckte seinen Besitzer Steffen Pisoni aus Mannheim wenig, als er am Feuerwehrmuseum mit viel Beifall verabschiedet wurde und laut knatternd in Richtung Heeslingen entschwand.
Hier hatte es sich Senior Wilhelm Fricke nicht nehmen lassen, am Kontrollpunkt die Fahrer persönlich zu begrüßen und mit guten Wünschen auf die nächsten Ziele der Etappe zu schicken. ACV-Fahrtleiter Mike Braun aus Taunusstein war beeindruckt von so viel Gastfreundschaft und Umsicht an den Kontrollpunkten Zeven und Heeslingen, dass er dem passionierten Oldtimerfreund Wilhelm Fricke zum Dank ein schmuckes Erinnerungsschild an die Zuverlässigkeitsfahrt 2010 überreichte. Braun versicherte, dass es bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sei, dass die ACV-Tour in der Samtgemeinde Zeven zum Kontrollstopp Station gemacht habe.
