
Auch Chorleiterin Christiane Kruse zeigte sich über so viel Engagements seitens der Besucher sehr angetan, die sich auch vom rutschigen Wetter nicht davon abbringen ließen, ihren Sprösslingen bei ihrem Auftritt beizustehen. Die Anmoderation aber übernahmen zwei junge Damen, Zeynep und Kaja, die den Zuhörern im Duett eine schöne und gemütliche Abendmusik wünschten.
Den Anfang machten bei diesem Konzert die Streicher, zunächst spielte Jasmin ihr zartes Solo „Ei wie langsam kommt die Schneck vom Fleck“, gefolgt vom Trio Jasmin, Elif und Sarah, die „Nachbar, bin den Pudel an“ spielten. Nachdem Ray und Josh gemeinsam mit ihrem Lehrer Andreas Gülzau von der Kreismusikschule Rotenburg ein russisches Volkslied vortrugen, durften dann beim Kindervers „Max und Moritz stehen vorm Laden…“ alle Gitarrenspielerinnen und -spieler mit ran. Mit dem Auftritt der Trommel-AG wurde es dann exotisch. Jerre, Clemens, Emily, Max und Friedrich zeigten gemeinsam mit ihrem Lehrer Ulrich Foth, was in den Djembes, den afrikanischen Trommeln, alles so drin steckt. „Es steckt viel Arbeit dahinter, vor allem seinen eigenen Rhythmus zu halten und nicht in den der anderen einzustimmen, ist wirklich schwer“, erläuterte Foth vorab. Und der verdiente Lohn ließ nicht lange auf sich warten, das Publikum war schier aus dem Häuschen und belohnte die fünf Akteure mit einem lang anhaltenden Applaus und begeisterten Pfiffen, was auch Ulrich Foth zum Strahlen brachte.
Ein weiterer Höhepunkt der Abendmusik dürfte wohl der Auftritt des 75-köpfigen Chores gewesen sein, der mit einem afrikanischen Lied auf die Bühne einzog. Neben Stücken aus Nigeria und Ghana, trugen sie unter Klavier-, Gitarren und Djembe-Begleitung noch indianische Lieder vor. Dabei bewiesen sie jede Menge Sprachtalent, denn die Texte waren in verschiedenen afrikanischen Sprachen, Deutsch und auch Englisch abgehalten. „Das können wir nämlich auch schon“, sagte ein Chorkind vorwitzig. Doch auch die gut 40 Streicher, für die es auf der Bühne schon mächtig eng wurde, kamen beim Konzert nicht zu kurz. „Als Zugeständnis an den milden Winter, beginnen wir mit dem Lied „Im Märzen der Bauer“, meinte Ingolf Lienau lachend. Und dann machten sich die Kinder auf den Weg auf eine musikalische Weltreise, reisten mit dem Publikum nach Irland, nach Argentinien, Schweden und England. Mit dem gemeinsamen Schlussakkord von Streichern und Chor ging ein schöner gemütlicher Abend zu Ende – genau wie es sich Zeynep und Kaja vor dem Konzert gewünscht haben. (fh)
