So eingestimmt ließen sich die Frauen anschließend das leckere Frühstück schmecken, bevor es im Programm mit dem persönlichen Erfahrungsbericht von Wienke Bredehöft weiterging. Nach diesen emotionalen Worten kam das Akkordeon-Ensemble „Fred Hector“ mit flotten Klängen daher, die zum spontanen Mitklatschen anregten. Sowohl heiter als auch nachdenklich brachte Referentin Elisabeth Koch ihre Gedanken zum Thema „Schuldgefühle – Woher sie kommen und wie wir sie wieder loswerden können“ vor. Die Pfarrfrau und Pfarrerin im Schuldienst ließ wissen, dass viele Frauen immer mal wieder von Schuldgefühlen geplagt seien. „Schuldgefühle machen unglücklich, verdunkeln das Leben, machen unanttraktiv. Also möchte man sie schnell wieder loswerden. „Aber was wäre die Welt ohne Schuldgefühle“, bedeutete Koch. „Dadurch entwickeln wir ein anderes Bewusstsein für Recht und Unrecht. Ich bin daher lieber mit Menschen zusammen, die Schuldgefühle haben. Sie einfach wegmachen wollen, bringt nichts, denn sie machen aufmerksam, dass etwas los ist. Insofern können diese Gefühle auch etwas Heilsames sein“, so die Referentin. Anders sei es jedoch, wenn Schuld auf sich geladen werde oder jemand Opfer sei. Diese Personen benötigten Hilfe. „Es ist schwer, bei sich selber Schuld zu sehen. Bei anderen finden wir sie viel eher“, erklärte Elisabeth Koch den aufmerksam lauschenden Frauen. „Nur wer seine Schuld erkennt, kann auch etwas ändern.“ Sie machte Mut, Hilfe in Gesprächen oder auch in der Seelsorge oder bei Therapeuten zu suchen. Am 14. April um 9 Uhr wird ein Seminartag mit Impuls, Gesprächen und einem gemeinsamen Essen im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus in Sittensen zum Thema „Neid ist eine Sehnsucht“ mit Referentin Gisela Wichern angeboten.
Anmeldungen sind bei Christa Martens unter 04282/5124 oder per E-Mail: martens-hajo@t-online.de bis zum 10. April möglich. (Sj/hm)
