„Trifft das Schützenfest noch den Nerv der Zeit?“ fragte Präsident Stefan Oeser in seinem Bericht zu Beginn provokativ und ging anschließend vor den über 60 Anwesenden auf gleich mehrere Problemfelder des Vereins ein. So konnte im vergangenen Jahr kein König gefunden werden, mit 54 Jahren hat der Verein – dessen jüngstes Mitglied 15 Jahre alt ist – einen relativ hohen Altersdurchschnitt und trotz schon durchgeführter Einsparungen müssen sich die Schützen eventuell bald Gedanken über Beitragsanpassungen machen. Auch deshalb warb er wiederholt für die Gewinnung neuer Mitglieder und die Schüler- und Jugendförderung.
Schatzmeisterin Petra Prigge war zwar, bis auf ein geringes Minus, ein Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben gelungen, aber auch sie wies in ihrem Bericht auf die für die Zukunft nicht zufriedenstellende Finanzsituation hin. Anschließend berichtete Schießwart Manfred Oeser von den sportlichen Leistungen der Vereinsmitglieder, die von der Teilnahme an Rundenwettkämpfen bis zu Deutschen Meisterschaften reichte. Jedoch machte er auch kritische Anmerkungen zur Beteiligung an Schießsportveranstaltungen.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer und der Entlastung des Vorstandes wurden bei den anschließenden Neuwahlen die folgenden Personen einstimmig wiedergewählt: Stefan Oeser (Präsident), Petra Prigge (Kassenwartin), Stefan Viebrock (Schriftführer), Marcel Wülpern (Kommandeur), Manfred Oeser (Schießwart), Inge Wolf (Damenleiterin), Lena Ringen (Festausschussvorsitzende) und Mario Kay (Leiter der Fahnenrotte). Außerdem konnte mit dem Schützenbruder de Vos problemlos ein neuer Kassenprüfer gefunden werden.
Nach der Ehrung von erfolgreichen und langjährigen Mitgliedern folgte die Beförderung mehrerer Schützinnen und Schützen. So wurden Helga Brunkhorst, Otto Drewes, Erika Viebrock und Martha Ziebach zu Ehrenmitgliedern ernannt und Helga Bammann erhält demnächst für ihre 50-jährige Vereinsmitgliedschaft eine Urkunde und eine Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes. Befördert wurden alle neugewählten Vorstandsmitglieder bis auf Manfred Oeser, der „nicht weiter befördert werden kann“. Außerdem gab es Beförderungen für Karin Stein, Friedhelm Bammann, Joachim Batz, Rainer Pape, Heiko Trapp, Uwe Trlitza, Renate Allers, Ella Prigge, Eckhard Buhrfeind, Helga Bammann, Otto Drewes, Martha Ziebach und Johann Borchers. Für ihre herausragenden Leistungen bei regionalen und überregionalen Veranstaltungen wurden Birte Richter, Mareike Martens und Ilka Benecke befördert. Susanne Fuge erhielt einen Orden überreicht. Nach einer sehr angeregten Diskussion unter dem Punkt „Verschiedenes“ beschlossen die Braueler Schützen dann zum Abschluss noch Änderungen im Ablauf und der Organisation des Schützenfestes, um dieses attraktiver zu gestalten. (zi)
