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Dreifach donnerndes „Ahoi“ lässt das Moor beben

Augustendorf (es). Der Karneval und Fasching geht am Wochenende in seine heiße Phase. Nicht nur am Rhein und Main werden Alaaf und Helau erschallen, auch in Norddeutschland. In unserer Region ist unter anderem Augustendorf eine karnevalistische Hochburg. Der dort heimische Augustendorfer Karnevals-Verein (AKV) lässt das Moor mit einem dreifachen „Ahoi“ erbeben.

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Reiner Brodtmann steuert als Präsident das Augustendorfer Narrenschiff.

Seit nunmehr 50 Jahren versprüht der AKV Frohsinn und gute Laune. Das 50-jährige Bestehen – für Karnevalisten eigentlich kein Jubiläum ¨ – feierten die Augustendorfer am 11. 11., dem offiziellen Beginn der fünften Jahreszeit, mit einer großen Jubiläums-Gala. „Das wir auch nach 50 Jahren noch bestehen, damit haben die Gründer wohl auch nicht wirklich gerechnet“, meint AKV-Präsident Reiner Brodtmann.

Dass der Augustendorfer Karneval-Verein gegründet wurde, dass hat er jungen Leuten zu verdanken, die sich im Jahr 1961 zwischen Weihnachten und Silvester dazu entschlossen, einen Karnevalsabend zu veranstalten. Noch heute erinnern sich die Gründungsmitglieder daran, dass sie an diesem Abend in geselliger Runde im Klubzimmer des Lokals beim Rum-Grog leicht angeheitert zusammen saßen und sich die ersten Narrenkappen aus Zeitungspapier zusammenfalteten. Beim Karnevalsgruß orientierten sich die Begründer an die christliche Seefahrt und nahmen eine Anleihe bei den Kollegen von der „Waterkant“. Man wählte das „dreifach donnernde Ahoi“, das noch heute gerufen wird. In den ersten Jahren lebte der junge Verein von der Anfangseuphorie. Viele gaben den AKV und damit dem „Karneval im Moor“ keine Chance.

Aber die Euphorie blieb ungebrochen. Die Karnevalisten gaben sich eine Satzung und entwickelten Regeln für das Vereinsleben. Es wurden Narrenkappen und Uniformen angeschafft sowie Tanzgruppen gegründet und Prinzenpaare proklamiert.

Das beschauliche Augustendorf entwickelte sich zur Narren-Hochburg. Als Hochzeit des grassierenden Karnevalsfiebers können das Jahr 1990 und die Folgejahre angesehen werden, wo an sieben Festen pro Session fast 2000 kleine und große Narren sich in Augustendorf amüsierten.

Karnevalsfete

Auch am kommenden Sonnabend, 18. Februar, ab 19.30 Uhr hat der AKV wieder ein attraktives Programm mit Büttenreden, Tanz und Gesang für eine stimmungsvolle Karnevalsfete zusammengestellt. „Wir lassen es kräftig krachen“, verspricht AKV-Vizepräsident Ulrich Rosanowitsch ein Feuerwerk der guten Laune. Das Prinzenpaar Eike I und Isabelle I werden die karnevalistischen Gesetze in Kraft setzen.

Die Funken- und Prinzengarde werden mit flotten Show- und Gardetänzen in der Gaststätte „Zum Huvenhoop“ ebenso erfreuen wie die Tanz- und Funken-Mariechen. Die „Six-Pack-Boys“ werden wieder den Saal zum Brodeln bringen und die „Moorkanonen“ werden mit Parodien und Sketschen erfreuen.

Die „Schröders“ und „Jan Torf und Hein Holt“ werden einen Angriff auf die Lachmuskeln starten. Und die „goldene Stimme von Augustendorf“, Fritz Metscher, wird mit seinen Liedern die Stimmung zusätzlich anheizen. Und dann ist da noch die Frage, wer löst Landrat Hermann Luttmann als Moorsenator ab?

Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf unter Telefon 04763/8572 oder an der Abendkasse. Einen Tag später, am Sonntag, 19. Februar, haben die Kinder ab 14.20 Uhr ihr „großes Fest“ auf dem Saal der Gaststätte „Zum Huvenhoop“.

Artikel vom 15.02.12 - 12:00 Uhr
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