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Ein perfekter langer Tag auf Neuwerk

Gyhum (Vb/sas). Sonne satt, gesunder Wattmatsch an den Füßen, kulinarische Genüsse, Kultur bei seichtem Inselwind, dazu eine ausgelassene Stimmung und ein Hauch von Abenteuer, waren der Garant für einen unvergesslichen und harmonischen Ausflug der Gyhumer Schützendamen zur Insel Neuwerk.

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Die Gyhumer Schützendamen erlebten einen ereignisreichen Tag auf der Nordseeinsel Neuwerk.

Schon in der Vorankündigung wurde auf einen langen Tag hingewiesen. Zu Fuß sollte es durchs Wattenmeer von Cuxhaven/Sahlenburg zur Insel Neuwerk gehen. 17 sportlich motivierte Schützendamen wurden am frühen Morgen zum Ausgangsort chauffiert.

Bepackt mit äußerst notwendiger Marschausrüstung wie Ersatzhose, Schuhe, Strümpfe, Sonnenmilch und Verpflegung marschierten die Aktiven eifrig und unbedarft ins Watt.

Hätte die Wattführerin nicht sofort auf die Tücken des Wattenmeeres hingewiesen, so wären sicherlich einige Damen sehr viel häufiger bis tief über die Knie zu den Wattwürmern versunken. 10 km Wattmatsch galt es zu bewältigen und dabei Priele, Muschelbänke und Krebse zu bestaunen. Dazu tummelten sich viele, viele Ausflügler zu Fuß, zu Pferd oder auch per Kutsche im Watt, die sich alle auf dem Weg zur Hamburger Insel Neuwerk begaben.

Hatte man sich erst an den Matsch und die Nässe an den Füßen gewöhnt, wurde die Wanderung zu einem echten Erlebnis, bei der der Gruppe viel Wissenswertes über das Naturschutzgebiet Wattenmeer erklärt wurde. Mitten im Watt gabs einen Stopp, an der mobilen Wattbar, die zu köstlichem Bier und Sekt einlud.

Dass die Sonne an der Küste seine Tücken hat, bemerkte man spätestens an den Sonnenbränden, die sich an den Waden und Kniekehlen zeigten, dort wo die Sonnenmilch nicht hinkam.

Nach dem langen Wattmarsch und vier Stunden später ging es endlich zum wohlverdienten Mittagsschmaus. Und weil soviel frische Luft, sportliche Aktivität und ein voller Bauch müde machen, genossen die Damen die Insel, deren Ruhe und das harmonische Miteinander beim Dösen am grünen Deich.

138 Stufen nach oben

Eine Insel wäre keine Insel hätte sie nicht auch einen Leuchtturm. Auch der musste bestiegen werden. 138 Stufen ermöglichten einen wunderschönen Ausblick über Insel, Nordsee mit ihren Tankern, die ihren Weg nach Hamburg suchten. Dazu ein sommerlicher Wind im Haar, ein Eis in der Hand und dabei die Ruhe der Insel genießen. Kein Autolärm und keine Bahn. Für die Ohren eine überraschend angenehme Erholung. Nur hin und wieder ein Traktor, das einzige motorisierte Gefährt, das als Transportmittel der Insulaner verwendet wird.

Um 20.30 Uhr bestiegen die Damen die Wattkutschen, und durchs ablaufende Wasser kutschierte man zurück zum Festland. Per Kutsche durchs Watt gestaltete sich nicht nur gemütlich. Auf Grund des vielen Wassers, der Unebenheiten und der Strömung wurde diese romantische Fahrt zeitweilig zu einem wackeligen Abenteuer.

Gekrönt wurde die Rückfahrt mit einem grandiosen Sonnenuntergang. So endete ein perfekt organisierter langer Tag in lockerer, lustiger Atmosphäre, vor einem goldenen und teilweise glutroten Himmel über der Nordsee.

Schützen Gyhum

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Gekrönt wurde der Ausflug am Ende mit einem goldenen Sonnenuntergang. Fotos: Privat
Artikel vom 04.09.10 - 06:00 Uhr
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