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Sonntagsjournal

Andenken an Ernst Kossol

Uhr Von Wolfgang Millert
Auf dem Zevener Friedhof erinnert der Grabstein vor dem „Goldmeyer-Obelisk“ an den Zevener Maler. FOTO: MILLERT

ZEVEN. Erinnerungen an jene Menschen wachzuhalten, die zu Lebzeiten Bedeutendes für Zeven geleistet haben, ist ein Bedürfnis, das Charlotte Naerger mit Beharrlichkeit verfolgt. So ist es ihr gelungen, den Grabstein des Holzbildhauers und Malers Ernst Kossol vor dem Zerschlagen zu bewahren und an einem würdigen Platz des Zevener Friedhofs aufstellen zu lassen.

Nach der Zevener Friedhofssatzung beträgt die Ruhezeit für Verstorbene 30 Jahre. Weil Elsa Kossol 1986, acht Jahre nach dem Tod ihres Mannes, in Zeven beigesetzt worden war, endete diese Frist im vergangenen Jahr. Charlotte Naerger setzte sich mit der Zevener Friedhofsverwaltung in Verbindung, um den Stein als Denkmal für die Nachwelt zu erhalten.

Die Friedhofsverwaltung kann die Zustimmung zur Änderung künstlerischer und historischer Grabmale und baulichen Anlagen oder ihre Entfernung von der Grabstätte versagen, heißt es in der Satzung.

Jedoch kümmerte man sich im Rathaus um das Anliegen Charlotte Naergers und nahm Kontakt mit den Hinterbliebenen des Ehepaares Kossol auf, um deren Genehmigung zum Erhalt des Grabsteines und für die Umsetzung zu bekommen. „Die Grabstelle war bis zum Schluss gepflegt, so dass auf jeden Fall eine Erlaubnis eingeholt werden musste. Das dauerte naturgemäß eine Zeit, ehe die Maßnahme durchgeführt werden konnte“, erläutert die zuständige Sachbearbeiterin Susanne Bluhm vom Fachbereich Bürger, Ordnung und Verkehr.

Würdiger Platz

So steht der Grabstein des Ehepaars Kossol nun vor dem Obelisk des Jacob Hinrich Meyer (1826 bis 1906), der in New York zu Reichtum kam und als Goldmeyer in die Zevener Geschichte einging. Aus seiner Zeit stammt das jetzige Landvolkhaus in der Meyerstraße.

In unmittelbarer Nähe neben dem Denkmal von H. J. Meyer befinden sich auf dem Zevener Friedhof andere Denkmale, die an den Superintendenten Visbeck (1820 bis 1891) und seine Verwandten erinnern.

Wer war nun Ernst Kossol? Er wurde 1901 in Osnabrück geboren, kam vierjährig mit seinen Eltern nach Elbing, lernte Bildhauer und studierte 1920 in der Kunstakademie in Königsberg Malerei.

Die Kriegswirren verschlugen ihn 1945 nach Zeven. Hier nahm er die Malerei wieder auf und schuf in der Hauptsache Landschaftsbilder, fertigte Linolschnitte und Werbegrafiken. Für Dorfkirchen schuf er Orgelschnitzereien. Auch das Ehrenmal an der Kirche in Worpswede zählt zu seinen Arbeiten. Er starb am 6. Oktober 1979 in Zeven.

Heute sind die Bilder des ehemaligen Wahl-Zeveners durchaus gefragt. Einige seiner Werke befinden sich im Stadtarchiv, andere sind im Privatbesitz.

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