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Sonntagsjournal

Neuer Lack für Draisine

Uhr Von Wolfgang Millert
Äußerlich strahlt die Draisine zwar schon in neuem Glanz, aber im Inneren wartet noch jede Menge Arbeit auf Kalli Hillmer und die Eisenbahnfreunde. Foto: Millert

ZEVEN. Es war ein Schock für die Eisenbahnfreunde Zeven, als sie Ende Juni 2015 ihre 65 Jahre alte Motordraisine total zerstört am Südbahnhof in dem verschlossenen Lokschuppen der EVB vorfanden. Unbekannte Vandalen hatten sinnlos gewütet und den Oldtimer total demoliert. Der angerichtete materielle Schaden wurde auf gut 10 000 Euro taxiert. Anzeige „gegen unbekannt“ wurde erstattet, die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Der kleine Verein der Eisenbahnfreunde mit seinen knapp 80 Mitgliedern wusste anfangs nicht so recht, was künftig mit der Draisine geschehen sollte. Es gab nur zwei Möglichkeiten: Das Verschrotten oder Wiederherstellen. Letzteres würde nicht ohne finanzielle Zuwendung und professionelle handwerkliche Hilfe von außen möglich sein.

Auch Bürgermeister Jaap und seine Fraktionskollegen waren entsetzt über derartigen Vandalismus. Sie riefen im Sommer zu einer Spendenaktion auf (das Sonntagsjournal berichtete) und gingen mit gutem Beispiel voran. Weitere Beträge von Bürgern und Freunden gingen ein, die EVB steuerte einen Scheck über 1500 Euro bei.

Kalli Hillmer, ehemaliger Vorsitzender der Eisenbahnfreunde, der die Draisine Jahrzehnte lang sicher über die Gleise gesteuert hatte, machte sich mit Helfern an die Arbeit und entkernte zunächst das Innere, baute Teile der zerstörten Technik aus.

Das ramponierte Gefährt wurde zunächst zum Sandstrahlen nach Westertimke geschafft, ehe die Lack- und Karosserie-Fachfirma Wolfgang Müller in Aspe die beige-rot-schwarzen WZTE-Originalfarben wieder auf das grundierte Blech sprühte. Die Scheiben ersetzte Wintec im Nord-West-Ring. Um die Polsterung der Sitzbänke kümmert sich demnächst Restaurator Haack in Gyhum.

Viele Kleinteile, Zierleisten, Dichtungen und Lampen mussten ersetzt werden. Unverhofft konnte das meiste bei der Oldtimer-Werkstatt Reinartz in Gummersbach beschafft werden. Aber bis die letzte Schraube sitzt und der alte VW-Motor der Draisine wieder zu einer Ausfahrt gestartet werden kann, werden noch ein paar Monate mit viel Eigenarbeit der Eisenbahnfreunde ins Land gehen. Dann soll ein kleines Fest an der alten Bahnmeisterei am Südbahnhof gefeiert werden, zu dem auch alle Sponsoren eingeladen werden, versichert „Draisinen-Kalli“. Inzwischen sind auch die Täter, die den Riesenschaden verursacht haben, polizeilich ermittelt worden. Eisenbahnfreunde-Vorsitzender Heiko Hillmer weiß, dass es sich um drei 13- bzw. 14-jährige Jungen handelt. Allerdings wurde ihm per Schreiben vom 3. November 2015 von der Staatsanwalt Stade mitgeteilt, dass das Verfahren eingestellt sei, „weil die Schuld als zu gering anzusehen ist.“

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