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Vereinsblatt

Tradition und neue Ideen

Uhr Von Sabine Hennings
Die Gruppe der Heeslinger Kindertänzer hat keine Nachwuchssorgen. Foto: Hennings

HEESLINGEN. Seit einigen Monaten hat der Vorsitzende der Heimat- und Fördergemeinschaft Heeslingen, Wolfgang Schneider, eine junge Stellvertreterin. Stefanie Klindworth ist schon seit über zehn Jahren Mitglied der plattdeutschen Theatergruppe und nun auch im Vorstand des Vereins aktiv.

„Ich habe Lust mich in dem Traditionsverein zu engagieren, denn es ist mir wichtig, die Gebräuche unserer Region für die nächsten Generationen zu bewahren und weiter zu geben“, meint die junge Mutter.

Durch die Plattdüütsch Speeler ist sie vor über zehn Jahren zum Heimatverein gekommen. Theater spielen war schon immer ihre Leidenschaft, erzählt Stefanie Klindworth. Als sie dann zu ihrem Mann nach Wierdorf zog, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie das erste Mal im Heimathaus auf der Bühne stand. „Eigentlich habe ich ja gar kein Platt gesprochen, aber das war zum Glück kein Hindernis.“ Inzwischen ist sie schon ein echter Routinier in der neuen Fremdsprache. „Das macht unheimlich viel Spaß und wir sind wirklich eine tolle Truppe“, findet Stefanie Klindworth.

Neue Ideen haben den Theaterabenden vor wenigen Jahren neue Impulse gegeben. „Seitdem wir den Auftakt unserer Saison mit einer Late-Night-Premiere feiern, werden uns die Karten für den Freitagabend förmlich aus den Händen gerissen“, lacht Stefanie Klindworth. Kaum sind die Premierenkarten käuflich zu erwerben, sind sie auch schon wieder ausverkauft. „Wir haben jetzt immer viele junge Zuschauer, die den plattdeutschen Theaterabend mit einer Party mit Freunden verbinden. So macht das Theater nicht nur den Zuschauern viel Spaß, sondern auch unseren vielen ehrenamtlichen Helfern.“ Und ganz nebenbei wird auch bei der jüngeren Generation das regionale Plattdeutsch lebendig gehalten.

Wie viele andere Heimatvereine auch muss der Heeslinger Verein heute massiv junge Mitglieder werben, denn das durchschnittliche Alter der Heimatfreunde liegt deutlich über 50 Jahren. „Wir haben zwar in der Theatergruppe und natürlich in der East-River-Big-Band auch viele junge Leute, aber gerade bei den Sängern fehlt es an Nachwuchs.

Eine Gruppe, die sich darum keine Sorgen machen muss, sind die Kindertänzer. Hier engagiert sich die Wiersdorferin zusammen mit ihrer Schwiegermutter Erna Klindworth. „Die Kinder haben so viel Spaß beim Tanzen und besonders toll finde ich es, dass inzwischen auch Kinder von den Flüchtlingen, die in Heeslingen wohnen, zu unseren Übungsstunden kommen.“

Als neues junges Mitglied im Vorstand der Heimat- und Fördergemeinschaft möchte Stefanie Klindworth auch Vorbild sein. „Mein Engagement animiert ja eventuell auch andere junge Heeslinger mit neuen Ideen im Verein mitzuarbeiten. Der Verein muss sich weiterentwickeln, um hier in der Börde eine Zukunft zu haben und den Weg dafür zu bereiten ist die Aufgabe des Vorstandes, aber auch der Mitglieder.“

So, wie die Tänze und Lieder in früheren Zeiten ein fester Bestandteil der Feste in Heeslingen und der Umgebung waren, gehörte auch die dekorative Tracht dazu. Seit Stefanie Klindworth die Gruppe der Kindertänzer unterstützt und im Vorstand mitarbeitet, hängt in ihrem Kleiderschrank auch eine Heeslinger Festtagstracht. „Wenn ich bei öffentlichen Auftritten die Gruppe vorstelle, rundet die Tracht das Bild einfach ab.“ Glücklicherweise gebe es bei Margret Pape in Sassenholz einen Fundus, in dem alle Trachten einen Platz gefunden haben, erzählt Stefanie Klindworth. Nur ein Brusttuch habe sie dort leider nicht gefunden. Aber glücklicherweise habe sie eine Schwiegermutter, die die Kunst noch beherrsche aus gemustertem Samt und goldenen Bordüren das schmucke Tuch zu nähen. Nur die mit Perlen bestickte kleine Tasche, die einige Heeslinger Frauen zu ihrer Tracht tragen, werde sie wohl nicht mehr aufstöbern, bedauert Stefanie Klindworth. „Von denen gibt es nur noch sehr wenige und wer eine hat, der behält sie auch.“

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