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Sonntagsjournal

Wege aus der Dunkelheit

Uhr Von Frauke Hellwig
Reinhild Brockmann (rechts) und Lena Feltkamp legten sich mächtig ins Zeug, um den Kindern ein gesundes Abendessen und ein reichhaltiges Frühstück zu servieren.

SELSINGEN. Spiele, Spaß, gemeinsames Übernachten, eine Nachtwanderung, ein erhellendes Licht-Erlebnis in der Selsinger St.-Lamberti-Kirche. Wo kann man das alles erleben? Richtig, beim Kinderbibelwochenende mit Diakonin Edda Nolte und ihrem Team. Kürzlich war es wieder so weit, mehr als 40 Kinder tobten ausgelassen durch das Selsinger Gemeindehaus und lernten dabei ganz spielerisch viel über den christlichen Glauben.

Eingestimmt haben sich die Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse mit gemeinsamen Liedern, die von Edda Nolte an der Gitarre begleitet wurden. Kaum war der letzte Ton verklungen, brachen plötzlich zwei schwarz gekleidete Gestalten durch den Vorhang hinter ihr, liefen vor dem Vorhang auf und ab und erzählten den überraschten Kindern von ihren Erlebnissen.

Die zwei Emmaus-Jünger berichteten von Jesus‘ Tod und ihrer tiefen Trauer über diese schlimmen Geschehnisse. „Sie haben ihn einfach getötet und dann war alles vorbei. Aus. Vorbei. Ende“, sagte einer der beiden Jünger entsetzt. Sie erzählten aber auch davon, dass die Frauen, die zu Jesus‘ Grab wollten, es leer vorfanden. Ein Engel habe ihnen gesagt, dass Jesus lebe. Dabei ging ein Raunen durch das mucksmäuschenstille Publikum im Gemeindehaus. Ihnen entschlüpfte dabei nur ein „Oh“ oder auch „Ja, das habe ich auch schon gehört“.

Irma Behnken-Masthoff und Johannes Heins mimten dabei die Emmaus-Jünger und betonten in ihrem kurzen Stück, dass Lüge und Betrug den Menschen von Gott trennen würde und Jesus die Verbindung zwischen beiden darstelle. Nach dieser kleinen Einlage wurden die Kinder in Gruppen aufgeteilt, und dabei – wie es sich für einen ganzheitlichen Ansatz gehört, den Edda Nolte verfolgt – in Emmaus, Jerusalem und Bethlehem aufgeteilt. Bei vielen gemeinsamen Spielen lernten sich die Kinder erst einmal ein wenig besser kennen, um dann zusammen mit ihren Betreuern richtig Spaß zu haben.

Stine war bereits das zweite Mal dabei. Die Siebenjährige freute sich am meisten auf die Übernachtung, weil sie mit ihren Freundinnen Janne und Marit zusammen sein konnte. Auch den beiden, die das erste Mal mit von der Partie waren, gefiel das Kinderbibelwochenende sehr.

Auch Jette wollte das Angebot einmal testen und war begeistert. „Mir macht es Spaß. Das Singen hat mir gefallen und ich freue mich schon auf die Übernachtung.“ Auch sie hatte zwei Freundinnen mitgebracht. Sönke hingegen fand zunächst mal die Kekse, die es am Nachmittag gab, lecker und hatte an den Spielen in der Runde großen Spaß.

Auch wenn in diesem Jahr durch einige Klassenfahrten weniger Teilnehmer als in früheren Jahren dabei waren, freute sich Edda Nolte dennoch über die Zahl der Kinder. „Wenn es nicht ganz so viele sind, dann kann man natürlich entsprechend auf jedes Kind näher eingehen“, so die Diakonin, die während der zweitägigen Veranstaltung verschiedene Aspekte herausarbeiten möchte.

„Wir sprechen über die Geschichte der Emmaus-Jünger, die so traurig waren, dass sie gar nicht merkten, als sich Jesus ihnen anschloss. Damit wollen wir deutlich machen, dass Trauer und Traurigkeit wichtige Gefühle sind, die einen auch durchaus richtiggehend überfluten können, dass man damit aber nicht alleine bleiben muss. Die Kinder sollen sich jemandem mitteilen oder ihre Sorgen im Gebet an Jesus weitergeben.“

Dabei gebe es auch die Möglichkeit, dass die Kinder selbst erzählen, was sie traurig gemacht hat und wie sie wieder aus der Trauer herausgekommen sind. „Das übergeordnete Thema dabei ist, vom Dunkeln ins Licht zu gehen. Das Traurige gehört zum Leben, aber es geht eben darum, nicht in der Schwärze zu verharren, sondern wieder ins Licht zu gehen.“ Genau das haben die Kinder dann am Abend in der St.-Lamberti-Kirche erlebt, die zunächst abgedunkelt und nur von der Osterkerze beleuchtet, später von vielen Teelichtern immer stärker erhellt wurde. „Wir wollen damit Religion erlebbar machen.“

Doch geistlicher Input reicht an einem Wochenende natürlich nicht, daher haben Reinhild Brockmann und Lena Feltkamp lange geschnippelt, um am Abend ein vitaminreiches Abendessen zu zaubern, das an den liebevoll gedeckten Tischen gemeinsam eingenommen wurde. Irgendwann wurde dann aber die Schlafenszeit eingeläutet, bevor es am nächsten Morgen zu einem kurzen Morgenkreis in die Kirche ging und das Kinderbibelwochenende nach dem Familiengottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee ein Ende fand.

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