Wirtschaft

IG Metall fordert abermals neues Arbeitgeber-Angebot

Unmittelbar vor der nächsten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Norden hat die IG Metall die Arbeitgeber auch dort zu einem neuen „Angebot für eine deutliche und dauerhafte Erhöhung der Entgelte“ aufgefordert. „Der Schlüssel für eine schnelle Lösung liegt in der Konkretisierung, welche Tariferhöhung und Auszahlungen Nordmetall zu welchem Zeitpunkt anbietet“, sagte der Bezirksleiter Küste der IG Metall, Daniel Friedrich am Mittwoch. „Die Beschäftigten erwarten neben Einmalzahlungen vor allem eine ordentliche Prozentzahl ohne lange Laufzeit.“

Von dpa
9. November 2022
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Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Nordmetall treffen sich am Donnerstag zu ihrer vierten Verhandlungsrunde in einem Hamburger Hotel. Parallel zum Norden wird auch in der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) sowie dem großen Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen verhandelt. Der Bezirk Küste umfasst Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie das nordwestliche Niedersachsen und Bremen.

Nach dem ergebnislosen Verlauf der vierten Runden in Bayern und Baden-Württemberg am Dienstag ist es allerdings unwahrscheinlich, dass der Konflikt nun in dem mit 130.000 Beschäftigten kleinen Tarifgebiet im Norden entschärft wird. Ein etwaiger Pilotabschluss wäre derzeit am ehesten im Baden-Württemberg denkbar. Dort haben die Tarifparteien bereits eine fünfte Runde vereinbart. Sie haben zudem bereits deutlich gemacht, dass der Grundstein zur Einigung im Südwesten gelegt werden soll. Zuvor wollen beide Seiten informelle Gespräche führen. Am 14. November will der Vorstand der IG Metall in Frankfurt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Gewerkschaft verlangt für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten dauerhaft acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten in den bislang regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und zudem bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die Einmalzahlung soll steuer- und abgabenfrei direkt bei den Beschäftigten ankommen.

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