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Marc-Uwe Klings Missgeschick-Familie kämpft mit dem Alltag

Oma hatte schon das Internet kaputt gemacht, Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt. Im vierten Band der Reihe um eine liebenswerte Familie hat nun die kleine Tiffany etwas angestellt.

Von dpa
19. November 2022
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Der Autor Marc-Uwe Kling legt nach.

Der Autor Marc-Uwe Kling legt nach.

Foto: Annette Riedl/dpa

Der Berliner Schriftsteller Marc-Uwe Kling hat nicht nur mit den Känguru-Chroniken und dem NEINhorn viele Leser überzeugt. Auch mit einer dritten Reihe hat er für einen Kassenschlager in den Buchläden gesorgt.

Angefangen hatte die Kinderbuch-Geschichte mit der Oma, die das Internet kaputt gemacht hatte. Aus Versehen. Dann hat der Opa den Retro-Wasserkocher auf den Herd gestellt. Auch aus Versehen. Und irgendwann musste der Papa mit der Teenager-Tochter Luisa dann doch mal ein ernstes Wort über die Bienchen-und-Blümchen-Sache reden. Diesmal mit Absicht. Im vierten Band der im Hamburger Carlsen-Verlag erschienenen Reihe rückt nun die sechsjährige Tiffany in den Mittelpunkt. Die hat nämlich das Badewasser aus der Wanne geschaukelt. Aus Versehen mit Absicht.

Und damit nimmt in „Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat“ wieder eine turbulente Familienepisode ihren Lauf, zu der so ziemlich jedes Familienmitglied wie immer einen Teil beitragen darf. Mit den Vorgängern gemein hat die Geschichte, dass dem Missgeschick bei aller Frotzelei eine schöne, gemeinsame Zeit als Familie folgt. Gut auch, wie erneut schwierige Worte und Dinge direkt so erklärt werden, als säße Kling beim Vorlesen und Lesen mit im Zimmer.

Anders als bei den Vorgängern fehlen hier und da der Wortwitz und die Leichtigkeit, die auch die kleinen Zuhörer immer wieder zum Kichern gebracht haben. Für sie ist die Geschichte dadurch ein wenig langatmiger als die Internet- und die Wasserkocher-Geschichten. Die mit dem heiklen Gespräch haben die Kleinsten ja sicherlich noch nicht vorgelesen bekommen. Dennoch ist auch „Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat“ lustig und unterhaltsam. Mit im Boot war auch wieder die Illustratorin Astrid Henn, die den Figuren schon seit Band eins ihr Aussehen verleiht.

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