Politik

Warum die Niedersächsische Landesregierung Twitter verlassen will

Die niedersächsische Landesregierung verlässt Twitter. Darum ist die Entscheidung gefallen, den offiziellen Account der Socialmedia-Plattform zu löschen.

Das Icon des Socialmedia-Giganten Twitter

Auf der Socialmedia-Plattform wird der Account der Niedersächsischen Landesregierung in Zukunft nicht mehr zu finden sein.

Foto: Hildenbrand/dpa

Die Niedersächsiche Landesregierung hat auf ihrem offiziellen Twitter-Account bekannt gegeben, dass sie die Socialmedia-Plattform verlassen wird.

Grund dafür seien fehlende Kontrollen und mangelnde Verifizierungen, die zu zunehmender Verbreitung von Hass und Hetzte führten. Das sei für die Landesregierung „nicht länger hinnehmbar“.

Die Entscheidung der Landesregierung trifft bei Usern auf Ablehnung - teilweise sehr deutlich.

Viele User fragen sich zudem, wie sie demnächst von der Landesregierung informiert werden sollen.

Neben dem Twitter-Account ist die Landesregierung auf den Socialmedia-Plattformen Facebook und Instagram aktiv. Diese Onlinepräsenzen der Landesregierung werden weitergeführt. Auf einer Webseite werden zudem alle Aktivitäten gesammelt.

Mehrere Accounts werden gelöscht

Es bleibt nicht nur bei der Löschung des offiziellen Accounts der Landesregierung. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Plattform kritisiert und seinen Abschied von Twitter angekündigt. Bislang folgen rund 15.000 Nutzer dem Ministerpräsidenten auf Twitter.

Die Staatskanzlei erklärte, bereits seit Anfang November habe der SPD-Politiker den Account ruhen lassen, um die Entwicklung des Netzwerks nach der Übernahme durch Elon Musk abzuwarten. Die neue Twitter-Strategie sei aber „offenbar bewusst darauf ausgelegt, jegliche Kontrolle zu vermeiden und unter dem Deckmantel der ‚freien Rede‘ der Verbreitung von ‚Hatespeech‘ freien Lauf zu lassen“.

Wie der weitere Socialmedia-Auftritt der Niedersächsichen Landesregierung, wird auch Weil auf Facebook und Instagram weiterhin aktiv bleiben. Anders gehen Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) mit dem Thema um. Sie sind weiter mit einem verifizierten Account auf der Plattform zu finden. Im Ministerium von Lies beobachte man die aktuelle Lage dennoch kritisch und behalte sich vor, den Ministeraccount gegebenenfalls zu deaktivieren.

Regina Konradi

Volontärin

Regina Konradi, Jahrgang 1995, ist in Bremen-Nord geboren und aufgewachsen. In Bremen und Oldenburg studierte sie Sprachwissenschaften. Nun hat es sie an die Küste nach Bremerhaven und damit der NZ verschlagen. Dort ist sie seit Oktober 2021 Volontärin.

0 Kommentare
Newsletter NEWSLETTER

Alle wichtigen Nachrichten und die interessantesten Ereignisse aus der Region täglich direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Mit Empfehlung aus der Redaktion.

PASSEND ZUM ARTIKEL
zur Merkliste

Politik

Kind verdurstet: Bundesanwaltschaft will härtere Strafe
zur Merkliste

Politik

Pistorius: Schnelle Entscheidung über neuen Innenminister
zur Merkliste

Politik

Scholz: Truppe wird neuen Minister Pistorius sehr mögen
nach Oben