Politik

Rot-Grün will mehr Professorinnen an den Unis

Die neue Landesregierung nimmt die Arbeit auf. Auch für die Hochschulen haben SPD und Grüne neue Ziele formuliert. Profitieren sollen davon unter anderem Wissenschaftlerinnen.

Von dpa
10. November 2022
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Studierende nehmen an einer Vorlesung teil.

Studierende nehmen an einer Vorlesung teil.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die neue rot-grüne Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, jede zweite Professur an Niedersachsens Hochschulen mit Frauen zu besetzen. Wörtlich heißt es dazu im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen: „Zur Stärkung von Chancengleichheit und Diversität wollen wir die Hälfte der Professuren und der Leitungsfunktionen mit Frauen besetzen, uns für Diversität in Führungspositionen einsetzen, familienfreundliche Karrierewege ermöglichen sowie den Gender-Pay-Gap schließen.“

Als Gender-Pay-Gap wird die niedrigere Bezahlung von Frauen im Vergleich zu Männern bezeichnet. Die Federführung in der Hochschulpolitik liegt bei der SPD: Neuer Wissenschaftsminister ist der bisherige Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs.

Nach Angaben des Ministeriums ist der Frauenanteil bei den Professuren schon vor dem Regierungswechsel gestiegen - von 12,7 Prozent im Jahr 2000 auf 29,1 Prozent im Jahr 2021. Den 2680 Professoren standen demnach zuletzt 1101 Professorinnen gegenüber. Zudem wurden 7 von 20 staatlichen Hochschulen von einer Präsidentin geführt.

Als weiteres hochschulpolitisches Ziel führt der Koalitionsvertrag an, die Zahl der Studienabbrecher zu senken. „Studienabbrüche wollen wir verhindern, indem wir eine bessere Beratung und Förderung schaffen und die Studierbarkeit überprüfen“, heißt es in dem Papier.

Eine aussagekräftige Statistik zu den Studienabbrecherquoten gibt es laut Ministerium bisher noch nicht. Ein entsprechendes Tool sei zwar seit einigen Jahren im Einsatz, allerdings noch nicht flächendeckend. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sei die Erfolgsquote in Niedersachsen, gemessen an den Absolventen, verglichen mit anderen Bundesländern aber auch zuletzt schon relativ hoch gewesen.

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