Wirtschaft

Studie: Inflation trifft Familien mit niedrigem Einkommen

Die Preissteigerungen insbesondere bei Energie und Lebensmitteln treffen vor allem jene, die bereits ohnehin wenig Geld zur Verfügung haben.

Von dpa
15. November 2022
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Die aktuell größten Preistreiber haben bei den Einkäufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen deutlich größeren Anteil am gesamten Warenkorb als bei Wohlhabenden.

Die aktuell größten Preistreiber haben bei den Einkäufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen deutlich größeren Anteil am gesamten Warenkorb als bei Wohlhabenden.

Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Familien mit niedrigem Einkommen leiden nach einer aktuellen Studie weiterhin besonders stark unter der hohen Inflation. Während die Lebenshaltungskosten der deutschen Haushalte insgesamt im Oktober um 10,4 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen, mussten Familien mit niedrigem Einkommen für ihre typischen Einkäufe sogar 11,8 Prozent mehr zahlen.

Das geht aus dem aktuellen Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Noch am wenigsten trafen die Preissteigerungen Single-Haushalte mit hohem Einkommen. Ihre Lebenshaltungskosten erhöhten sich demnach um 8,4 Prozent.

„Die kriegsbedingten Preissprünge bei Energie und Nahrungsmitteln dominieren weiterhin das Inflationsgeschehen. Wie in den Vormonaten belasten sie die Haushalte mit geringeren Einkommen besonders stark“, betonten die Verfasser der Studie, Silke Tober und Lukas Endres. Auch Alleinlebende mit niedrigem Einkommen litten der Studie zufolge erheblich stärker als der Durchschnitt unter den hohen Preissteigerungen. Ihre Lebenshaltungskosten stiegen um 11,4 Prozent.

Der Hintergrund: Die aktuell größten Preistreiber - Haushaltsenergie und Lebensmittel - haben bei den Einkäufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen deutlich größeren Anteil am gesamten Warenkorb als bei Wohlhabenden.

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