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Ärzte müssen Mut zusprechen können

Ich bin kein Arzt und habe auch von Medizin wenig Ahnung. Ich weiß aber, dass Patienten oft über das Auftreten und den Umgangston der Mediziner klagen: zu schnell, unfreundlich und wenig einfühlsam. Das mag an der Routine liegen, man hat wenig Zeit und Gehör für den Einzelnen. Außerdem gehört das Überbringen von schlechten Nachrichten zum Job. Schon klar, das weiß jeder. Doch wenn ein Mensch wie Gabriele Lach die Diagnose bekommt, unheilbar an Krebs erkrankt zu sein, dann hat sich ein Mediziner der Situation anzupassen. Ein paar tröstende Worte oder gute Wünsche - das sollte auch unter Zeitdruck gelingen. Meine Tochter wurde als Baby mehrmals an der Hüfte operiert und für mich als Mutter gab es in dem Moment nichts Schrecklicheres. Unser Kinderarzt hatte das richtige Gespür in dieser Situation: „Seien Sie nicht traurig, wir bringen das in Ordnung. Es sind ‚nur‘ Knochen und nichts Schlimmeres. Alles wird gut.“ Das Gespräch mit dem erfahrenen Kinderarzt werde ich nie vergessen. Das war Hilfe. Ich fühlte mich schlagartig besser, auch wenn es natürlich immer noch furchtbar war. Der Arzt sprach mir Mut zu, und das hat ihn keine Minute gekostet! Die Ausgangslage wurde dadurch nicht besser, sie war aber leichter zu ertragen. Solche Mediziner wünsche ich mir für alle Patienten.

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