NORD|ERLESEN

Das Problem ist größer, als der DFB wahrhaben will

Der DFB fragt, was denn seine Mitglieder so über den Fußball denken. Das ist eine sehr gute Idee, und dafür hätte es eigentlich keine Pandemie gebraucht. Sei’s drum. Die Frage ist, ob der Verband aus dieser Umfrage die richtigen Schlüsse zieht. Leider ist zu befürchten, dass das nicht passiert. Die Sorge, dass viele Fußballer ihren Vereinen während der Pandemie den Rücken kehren, sei widerlegt, folgert der DFB aus den Daten. Als Beweis führt er an, dass 94 Prozent der Teilnehmer angaben, dass sie auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich dem Fußball treu bleiben wollen. Klingt beruhigend, ist es aber nicht, wie ein genauer Blick auf die Zahlen verrät. Tatsächlich ist es so, dass nur 83 Prozent angegeben haben, ganz sicher zurückzukehren, 11 Prozent sagten, es sei sehr wahrscheinlich. Anders interpretiert bedeutet das: Bei 17 Prozent gibt es mindestens leise Zweifel. Wenn man dann noch bedenkt, dass viele Fußballer, die mit dem Sport innerlich abgeschlossen haben, an einer solchen Umfrage sicher gar nicht erst teilnehmen, sollte der Verband auf einen Schock vorbereitet sein, wenn der Neustart erfolgt. Und Strategien entwickelt haben, wie die Fußballer für die Vereine zurückgewonnen werden können. Denn sicher ist auch: die Pandemie hat die Abkehr vom Fußball beschleunigt, Ursache ist sie nicht.

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