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Migrationsexperte zum Krieg in der Ukraine: „EU muss Flüchtlinge aufnehmen“

Der Migrationsexperte Gerald Knaus nennt den russischen Angriff auf die Ukraine das „schlimmstmögliche Szenario“. Der Leiter der Europäischen Stabilitätsinitiative rechnet damit, dass sich viele Menschen aus der Ukraine auf den Weg in die EU machen werden, und appelliert im Gespräch mit Jana Wolf dringend, die Visafreiheit für Ukrainer aufrechtzuerhalten. Er sieht Europa vor einer Bewährungsprobe.

Eine Frau reagiert neben ihrem Haus nach einem Raketenangriff in Kiew

Der Krieg produziert schlimme Bilder. Viele Ukrainer dürften sich auf den Weg in Richtung EU machen.

Foto: Emilio Morenatti/dpa/AP

Herr Knaus, die Europäische Union und auch Deutschland stellen sich auf mögliche Fluchtbewegungen aus der Ukraine ein. Wie verändert der russische Einmarsch die Lage? Diese Art des Einmarsches, die von der amerikanischen Regierung detailgenau vorhergesagt wurde und die trotzdem niemand glauben wollte, ist das schlimmstmögliche Szenario. Es kann zu Kämpfen in den ukrainischen Städten kommen. Denn Putin strebt ganz offensichtlich einen Regimewechsel in Kiew an und will, wie er das bezeichnet hat, die Ukraine „entnazifizeren“. Das bedeutet in jedem Fall eine grauenhafte Entwicklung. Man hat noch die Bilder von Putins früheren Kriegen im Kopf – von Tschetschenien, von der Ostukraine und auch vom Einsatz der russischen Luftwaffe gegen Spitäler in Syrien. Ein solches Szenario droht jetzt mitten in Europa.

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