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Partyplanerin gibt Tipps für eine erfolgreiche Feier

Es gibt Anlässe, die besonders gefeiert werden müssen – wie runde Geburtstage oder Hochzeiten. Doch die Planung kann schnell zum Albtraum werden. Das zu vermeiden ist das Anliegen von Nicole Braunewell. Die Partyplanerin hat eine eigene Firma in Bremerhaven. In einem Volkshochschulkursus will sie jetzt Tipps geben.

Motto-Partys – wie hier eine Cocktail-Party – bieten nach Ansicht der Planerin immer Gesprächsstoff.

Motto-Partys – wie hier eine Cocktail-Party – bieten nach Ansicht der Planerin immer Gesprächsstoff.

Foto: Pressmaster/Colourbox

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„Viele möchten alles selber machen. Doch mit der Zeit wächst es ihnen über den Kopf, und am Tag X können sie ihre Feier dann nicht genießen“, sagt Braunewell. Dabei müsse doch das Ziel sein, dass man seine Sternstunden feiern, Spaß haben und schöne Erinnerungen mitnehmen könne, betont die Partyplanerin.

Sie rät dazu, sich zumindest eine professionelle Beratung zu holen. Vor zweieinhalb Jahren hat Braunewell ihre eigene Firma gegründet und sich damit beruflich völlig verändert. „Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht“, sagt sie und lächelt. Denn das Partyplanen liegt ihr im Blut. Schon in der Schule habe sie das gerne gemacht, und oft genug hätten Freunde sie um Rat gefragt.

Später habe sie sich dann um ganze Partys gekümmert – vom Motto und dem Veranstaltungsort über die Dekoration bis hin zur Musik, erzählt die gebürtige Bremerhavenerin, die lange Zeit in Mainz gewohnt hat. „Dort habe ich mich auch um Karnevalspartys gekümmert – obwohl ich gar kein Karnevalist bin“, meint sie.

Was macht denn nun eine gute Party aus? „Es geht darum, dass alle eine schöne Zeit haben und die Party noch lange in Erinnerung bleibt“, sagt Braunewell. Um das zu erreichen, sollte man sich frühzeitig überlegen, was man wolle und – ganz wichtig – was eben nicht, betont sie. Zudem sei eine Zeitplanung wichtig, das Festlegen eines Finanzbudgets und das Annehmen von Unterstützung. Und vor allem: Man sollte nicht zu spät anfangen. „Bei Hochzeiten gilt eine Vorlaufzeit von einem Jahr bis eineinhalb Jahren. Schließlich will man ja den richtigen Veranstaltungsort buchen und auch den richtigen Fotografen dazu“, sagt Braunewell.

Zündende Idee ist das Wichtigste

Doch das Wichtigste, damit die Party in Erinnerung bleibe, sei ein rundum gelungenes individuelles Fest. „Allerdings erfordert beispielsweise eine 20er-Jahre Party vom Kleid über die Frisur bis hin zur Dekoration ein viel höheres Budget als beispielsweise eine Black&White-Party, denn ein schwarzes oder weißes T-Shirt hat jeder“, meint Braunewell. Hier zeige sich, dass man mit einfachen Mitteln viel umsetzen könne.

Motto-Partys plant sie besonders gerne. Nach einer hat sie sogar ihre Firma benannt: Rocker & Royals. „Ich habe den Veranstaltungsort in zwei Teile geteilt: Der Essensbereich war wie das Club-Haus von Motorradfahrern gestaltet“, erzählt sie. Dazu habe sie sogar Servietten direkt vom Motorradhersteller Harley Davidson besorgt. „Dieser Bereich hat besonders die Männer begeistert, die sich alle eine Rocker-Kutte zugelegt haben“, erinnert sich Braunewell. Die Frauen seien vom zweiten Bereich begeistert gewesen, der royal gestaltet war: „Hier gab es viele Ideen: vom festlichen Kleid mit Klunkern bis hin zu der Dame mit Handtasche und Hut, die winkte wie die Queen.“

Auch eine Mickey-Maus-Party für Erwachsene hat sie schon umgesetzt. „Bei Motto-Partys hat man sofort Gesprächsstoff“, sagt Braunewell. Sie selber ist auch ein Fan von Gast-Geschenken, die man im Anschluss mit nach Hause nimmt. „Eine Kleinigkeit zur Erinnerung ist immer toll“, regt sie an. Und auch eine Candy-Bar für Süßigkeiten sei sehr beliebt.

Teuer müsse das alles nicht sein. „Es gibt auch schöne Sachen für ein kleines Budget – wenn auch nach oben alles möglich ist. Der Preis ist so individuell wie die Party“, sagt Braunewell. So habe sie auch schon einen Fundus an Deko-Artikeln, die man leihen könne. Zudem reiche ihr Angebot von der Beratung über das Beschaffen von Deko bis hin zur kompletten Ausrichtung. „Eine Beratung würde ich aber jedem empfehlen“, meint sie.

Corona als Party-Killer

Die Corona-Pandemie hat sie hart getroffen – große Partys gab es nicht mehr. So musste sie sich andere Felder suchen, wie den Verleih von Deko-Artikeln und natürlich der Kursus an der Volkshochschule im Landkreis Cuxhaven. „Ich werde mich dabei nach den Teilnehmern richten“, sagt sie. Und auch einen Praxisteil hat sie geplant. Eines kann sie zum Thema Party aber nur betonen: „Es geht nichts über schöne Erinnerungen an ein gelungenes Fest.“

Eindrücke ihrer Ideen finden sich auf ihrem Instagram-Kanal und auf ihrer Homepage.

Christoph Bohn

stellv. Redaktionsleiter SONNTAGSjOURNAL

Christoph Bohn (Jahrgang 1968) ist in Bremerhaven geboren und im Cuxland aufgewachsen. Er hat in Bremen Wirtschaftswissenschaft und Politik studiert und ist Diplom-Ökonom. Nachdem er zweieinhalb Jahre als Controller beim Hanstadt Bremischen Hafenamt gearbeitet und nebenbei schon frei als  Journalist für die NORDSEE-ZEITUNG gearbeitet hatte, entschloss er sich zu einem Volontariat (1998-2000). Danach fing er als Redakteur beim SONNTAGSjOURNAL an (Schwerpunkte: Wirtschaft und Landkreis Cuxhaven).

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