Niedersachsen & Bremen

Bremen bildet Schlusslicht bei Kinderimpfungen

Bremer Kinder und Jugendliche sind seltener gegen Erkrankungen wie Diphtherie, Keuchhusten oder Hepatitis B geimpft als Kinder in anderen Bundesländern. Das geht aus einer repräsentativen Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor.

Von dpa
24. November 2022
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Ein Kind bekommt nach einer Impfung ein Pflaster.

Ein Kind bekommt nach einer Impfung ein Pflaster.

Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Demnach erhielten 2021 in Bremen nur 26,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren mindestens eine Impfung, im Bundesdurchschnitt waren es knapp 33 Prozent. Spitzenreiter war Bayern: Dort lag die Impfquote 2021 bei fast 42 Prozent. In Niedersachsen lag sie bei 31,8 Prozent. Corona-Impfungen seien bei der Untersuchung nicht berücksichtigt worden, sagte ein Sprecher.

„Die Zahlen geben großen Anlass zur Sorge“, sagte Jens Juncker, Leiter der DAK-Landesvertretung in Bremen. „Wir müssen die Impflücken schließen. Sonst wird die Gesundheit junger Menschen plötzlich wieder durch Krankheiten bedroht, die als ausgerottet galten.“

Der Anteil geimpfter Kinder und Jugendlicher sei in Bremen gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 15 Prozent zurückgegangen. Nötig sei eine breite Aufklärungskampagne, um Eltern den Nutzen von Impfungen aufzuzeigen, so Juncker. Für die Analyse wurden ambulante Behandlungsdaten von DAK-Versicherten Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich untersucht.

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