Niedersachsen & Bremen

Bremer Senat befürwortet Universitätsgelände in Innenstadt

Ein Teil der Bremer Universität soll in die Innenstadt umziehen. Dafür hat sich der Bremer Senat ausgesprochen. Zudem soll das Parkhaus Mitte verkauft und künftig auf andere Weise genutzt werden.

Von dpa
22. November 2022
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In der Bremer Innenstadt soll es künftig ein Universitätsgelände für Studentinnen und Studenten geben. Dafür hat sich der Bremer Senat, die Landesregierung und Exekutive der Stadtgemeinde am Dienstag ausgesprochen. Schon 2025 könne es zu einen Teilumzug der Universität Bremen kommen, sagte Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD).

Offen ist noch, wie viele Stundenten in den neuen Räumlichkeiten Platz finden werden. Auch ist noch nicht geklärt, welche Wissenschaftsbereiche von dem Plan betroffen sind. Gemietet werden soll eine Immobilie der Norddeutschen Landesbank am Domshof, man befinde sich in Verhandlungen. Die Räumlichkeiten seien in einem sehr guten Zustand, sagte Schilling. Es handelt sich bei dem Gebäude um einen Neubau aus dem Jahr 2016.

Der Bremer Senat hat zudem beschlossen, den Verkauf eines Parkhauses vorzubereiten. Es handelt sich dabei um das Parkhaus Mitte in der Bremer Innenstadt. Verkauft werden soll das Parkhaus von der Brepark, einer städtischen Gesellschaft, an die Brebau, eine Wohnungsbaugesellschaft. Ein sogenannter Letter of Intent, eine Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer, soll bis zum Jahreswechsel vorliegen. Das Grundstück soll künftig auf andere Weise als bislang genutzt werden. Wie viel Geld in beide Projekte investiert werden soll, ist nicht geklärt.

„Das ist ein guter Tag für die Zukunft der Bremer Innenstadt“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). „Sowohl der Neubau auf dem Grundstück des Parkhaus Mitte als auch der Innenstadt-Campus würden für die City einen echten Attraktivitätsschub bedeuten.“

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion kritisierte die Pläne des Senats in einer Mitteilung am Nachmittag. „Bürgermeister Bovenschulte setzt die erfolglose Innenstadtentwicklungs-Ankündigungspolitik seines Vorgängers Carsten Sieling nahtlos fort“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Heiko Strohmann, in der Mitteilung. Die Kosten und die Vorteile eines Umzugs der Universität seien nicht erkennbar. „Man braucht beim Blick auf die zu erwartenden Mietzinsen am Domshof nicht lange nachzurechnen, dass auch diese Idee des Bürgermeisters spätestens kurz nach der Wahl verpuffen wird.“

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