Niedersachsen

DLRG warnt vor Betreten von Eisflächen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen auf Gewässern. Die Eisdecke sei in den meisten Fällen sicher noch zu dünn, teilte die Organisation am Dienstag mit. Man solle mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Spaziergang auf dem Eis warten, bis die Eisfläche dafür freigegeben werde. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

Von dpa
13. Dezember 2022
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„Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Auf stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, auf Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein“, sagte der Leiter Einsatz im DLRG-Präsidium, Alexander Paffrath. Eisflächen sollten deshalb nicht gleich an den ersten frostigen Tagen betreten werden. Es bestehe Lebensgefahr.

Die Rettungsschwimmer leisten nach eigenen Angaben jährlich rund 150.000 Stunden Rettungsdienst im Winter. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis wagen, wie die Organisation weiter riet.

„Das Eis sendet Signale aus, auf die ich achten muss“, sagte Paffrath. Dunkle Stellen verraten: Es sei noch viel zu dünn. Hier ist die Gefahr, einzubrechen, besonders groß. Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen. Dann geht es in Bauchlage in Richtung Ufer. Besondere Vorsicht sei auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, sagte Paffrath. Der Verunglückte drohe, schnell zu unterkühlen. Zunächst sollten Helfer jedoch unbedingt den Notruf (112) absetzen und möglichst weitere Helfer mobilisieren. Nach der Rettung sollte der Eingebrochene in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich in ärztliche Behandlung begeben.

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