Niedersachsen & Bremen

Demo gegen trans- und queerfeindliche Gewalt in Bremen

In Bremen haben am Samstag einige hundert Menschen gegen Benachteiligung und Gewalt gegenüber Trans- und queeren Menschen protestiert. Laut den Organisatoren kamen etwa 400 Personen, der Polizei zufolge rund 350. Sie zogen von der Neustadt in die Bremer City. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte das „Bite Back Bündnis“, ein Zusammenschluss von queeren Menschen und Unterstützern.

Von dpa
19. November 2022
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Im September war eine Transfrau in einer Bremer Straßenbahn angegriffen worden. Die Polizei ermittelte vier tatverdächtige Jugendliche im Alter von 12 bis 13 Jahren. Sie wurden beschuldigt, zusammen mit weiteren Minderjährigen das Opfer beleidigt und geschlagen zu haben. Die 57-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Erst als andere Fahrgäste eingriffen, sollen die mutmaßlichen Täter von ihr abgelassen haben. Der Staatsschutz leitete Untersuchungen wegen Hasskriminalität und gefährlicher Körperverletzung ein.

Die Demo-Veranstalter betonten, die Trans- und Queer-Community müsse nach wie vor um ihre Rechte kämpfen. Außerdem gebe es immer wieder gewalttätige Attacken und Drohungen. „Der Vorfall im September war auch in Bremen leider nur die Spitze des Eisbergs“, sagte einer der Mitorganisatoren. „Wir müssen uns gegen dieses Klima wehren.“

Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Als queer bezeichnen sich Personen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Am Freitag beschloss die Bundesregierung einen Plan zu ihrem Schutz.

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