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Diese kuriosen Neujahrsbräuche gibt es weltweit

In vielen deutschen Haushalten wird am Silvesterabend Blei gegossen und genauestens analysiert. Hierzulande ist das eine gängige Tradition. Anderenorts wirkt der Brauch allerdings eher befremdlich. Weltweit begrüßen Menschen am 31. Dezember das neue Jahr. Für besonders viel Glück gibt es in der Silvesternacht nicht nur Sekt, sondern auch viele verschiedene Traditionen. Wir haben kuriose Neujahrsbräuche weltweit für euch rausgesucht:

Ein Bleistück wird über einer Kerze zum Schmelzen gebracht

In Deutschland wird Blei gegossen, in Argentinien Papier geschreddert. Weltweit gibt es kuriose Neujahrstraditionen.

Foto: Steffen / dpa

Niederlande

Seit einigen Jahrzehnten hat sich das Neujahrsbaden als weit verbreiteter Brauch in den Niederlanden etabliert. Dabei springen die Niederländer am Neujahrsmorgen in die kalte Nordsee.

Tschechien

In Tschechien legt man eine Schuppe vom Weihnachtskarpfen unter den Teller oder sogar ein Jahr lang in den Geldbeutel. Die glänzende Schuppe soll eine Münze symbolisieren und Glück bringen.

Spanien

Zum Jahreswechsel haben Spanier den Mund voll: Und zwar mit Trauben. Zwölf Trauben, die sie nacheinander essen, sollen zwölf Monate voller Glück und Reichtum garantieren. Dabei wünschen sie sich bei jeder Traube etwas.

Italien

In Italien wird an Silvester traditionell Cotechino und Lenticchie, also Würstchen und Linsen, gegessen. Diese sollen im neuen Jahr nicht nur viel Glück, sondern vor allem auch großen Reichtum bringen, denn Linsen sehen aus wie Geld.

Dänemark

In Dänemark ist es Brauch, um Punkt Mitternacht von einem Stuhl oder von einem Tisch ins neue Jahr zu springen. In der Silvesternacht wird traditionell altes Geschirr zu zerschmettern. Dazu sammeln die Dänen über das ganze Jahr Geschirr. Wie beim Hochzeitsbrauch des Polterabends soll die Tradition Glück in das neue Jahr bringen.

Brasilien

In Brasilien ist es Brauch, an den Strand zu gehen und dort um Mitternacht über sieben kleine Wellen zu springen. Gleichzeitig darf man sich bei jedem der sieben Sprünge auch etwas fürs neue Jahr wünschen.

Kolumbien

Mit einem leeren Koffer gehen die Menschen in Kolumbien an Neujahr um Mitternacht einmal um den Block. Das soll nicht nur Glück für das neue Jahr bringen, sondern auch garantieren, dass man auf Reisen geht.

Philippinen

Auf den Philippinen dreht sich an Silvester alles um runde Dinge – der Tisch, an dem gegessen wird sollte rund und mit vielen runden Früchten dekoriert sein, Menschen schenken sich Münzen und tragen dabei gepunktete Kleidung.

Südafrika

Mit einem riesigen Karneval-Umzug beginnt das neue Jahr in Südafrika. Am 1. Und 2. Januar feiert die Hauptstadt Kapstadt einen bunten Karneval mit ausgefallenen Kostümen, weiß geschminkten Gesichtern, lauter Musik und dröhnenden Trommeln. Die Tradition um den „Ministrel Carnival“ hat seinen Ursprung in der Zeit der Sklaverei, denn es war die einzige Zeit im Jahr, in der Leibeigene einige Tage frei hatten.

Argentinien

Die Argentinier schließen ihr Jahr traditionell ab, indem sie Papier zerschreddern. Vor der Silvesternacht werden alle nicht mehr benötigten Unterlagen zu Papierschnipseln. Diese werfen sie aus dem Fenster. Auf diese Art befreien sich die Argentinier von den Lasten des vergangenen Jahres.

China

Tradition ist es, vor Beginn des Neujahrfestes das Haus mit Bambuszweigen zu putzen. Es soll böse Geister vertreiben und alte Lasten im vergangenen Jahr lassen. Wichtig ist, dies vor dem Neujahrstag zu machen, da man sonst das Glück mit hinaus kehrt.

Griechenland

Geld, welches im Vasilópita, also Basiliusbrot, eingebacken wird, bringt demjenigen Glück, welcher beim Verzehr eine Münze findet. Das Brot wird um Mitternacht vom Hausherrn in dreieckige Stücke geschnitten und verteilt.

Ecuador

Aus alter Kleidung basteln Ecuadorianer am letzten Tag des Jahres eine Puppe, die sie mit Sägemehl und Papier ausstopfen. Um Mitternacht zünden sie diese sogenannten „monigotes“ an, um das Übel des alten Jahres zu beenden.

Regina Konradi

Volontärin

Regina Konradi, Jahrgang 1995, ist in Bremen-Nord geboren und aufgewachsen. In Bremen und Oldenburg studierte sie Sprachwissenschaften. Nun hat es sie an die Küste nach Bremerhaven und damit der NZ verschlagen. Dort ist sie seit Oktober 2021 Volontärin.

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